9. und 10. September: Wege zu Wasser, Land und Schiene. Kulturerbe und RAVeL

Tage des offenen Denkmals 2017

In Ostbelgien stehen die stillgelegten Bahntrassen im Mittelpunkt der Tage des offenen Denkmals 2017. In den Ortschaften Raeren, Kelmis, Eupen und St. Vith werden dazu interessante Führungen zu Fuß oder auf dem Rad kostenlos angeboten.

Die diesjährigen Tage des offenen Denkmals mit dem Thema "Wege zu Wasser, Land und Schiene. Kulturerbe und RAVeL" bieten zahlreiche Aktivitäten und Informationen zu verlassenen Bahnstrecken, zur Eisenbahn- und Industriegeschichte und zu alten Verbindungswegen.

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In Raeren können Sie das gesamte Areal des ehemaligen Bahnhofs mit seinen technischen Anlagen unter fachkundiger Führung besichtigen sowie eine Stiegelwanderung entlang der alten Verbindungswege unternehmen. In Kelmis entdecken Sie bei geführten Wanderungen die Überbleibsel der Industrie- und Eisenbahngeschichte des Ortes. Eine historische Führung entlang der Wasserwege geht auf die spannende Industriegeschichte der Eupener Unterstadt ein. Wer es sportlich mag, kann bei einer geführten E-Bike-Tour zwischen St. Vith und Burg-Reuland die Denkmäler und historischen Stätten erkunden.

Bei diesem Thema rücken die RAVeL-Strecken in Ostbelgien in den Fokus, darunter der Vennbahn-Radweg. Er ist einer der längsten Bahntrassenradwege Europas. Er führt durch Deutschland, Belgien und Luxemburg. Von Aachen aus, quer durch Ostbelgien, nach Troisvierges (L) mit einer durchschnittlichen Steigung von 2 % erlebt man auf 125 km faszinierende Landschaften, Grenzlandflair, Vennbahngeschichten und Historisches.

Vollständige Informationen zu den einzelnen Programmpunkten und die Anmeldeformulare finden Sie in den weiterführenden Artikeln. In der kostenlosen Broschüre der Wallonie finden Sie das vollständige Programm der gesamten Wallonie. Die Broschüren sind erhältlich im Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, im Infobüro der Wallonie (Rufnummer 1719) und in den Tourist Infobüros.

Zum Hintergrund

Grundgedanke der europaweiten Aktion ist, sonst nicht zugängliche Denkmale und historische Stätten kostenfrei für Besucher öffnen und/oder besondere Veranstaltungen am Denkmaltag zu organisieren.

Die European Heritage Days möchten auf die Vielfalt des europäischen Kulturguts aufmerksam machen, das es einerseits zu schützen gilt und das andererseits Europa über die Ländergrenzen hinweg verbindet. Und so steht die Aktion seit 1999 unter dem Slogan "Europa, ein gemeinsames Erbe".

Die europäische Initiative European Heritage Days geht auf eine Idee des französischen Kulturministers Jack Lang zurück, der 1984 erstmals in Frankreich Denkmale der Öffentlichkeit zugänglich machte. Schon ein Jahr später griffen einige Länder diese Idee auf, die in der Folge immer mehr Anhänger fand. 1991 wurden die European Heritage Days vom Europarat unter seiner Schirmherrschaft initiiert.

Die Tage des offenen Denkmals finden zum 29. Mal statt. Sie werden in Ostbelgien in Zusammenarbeit mit der Wallonischen Region organisiert.