Grenzsteine ohne Grenzen - Wanderung nach 100 Jahren Versailler Vertrag

Von Baraque Michel bis Kelmis - Drei Tage Geschichte, Natur und Kultur

Früher: Markierungen der belgisch-preußischen Grenze, heute: Denkmäler - die Grenzsteine. Jeder hat sie wahrscheinlich schon mal gesehen, aber welche Geschichten verstecken sich hinter ihnen? Am 05. Oktober geht es los, wandern Sie mit!

Wanderung entlang der Grenze

Die nächste Etappe, am 05. Oktober, führt die Besucher von Baraque Michel bis nach Eupen. Die erste Strecke hat eine Länge von ungefähr 20 Kilometern. Daraufhin findet am nächsten Tag eine etwas kürzere Wanderung von Eupen nach Baelen statt. Diese Etappe hat eine Länge von ungefähr 15,5 Kilometern. Die letzte Etappe findet am 03. November statt. Sie führt von Herbesthal bis nach Kelmis und hat eine Länge von 24,5 Kilometern.

Erfahren Sie mehr bei den geführten Wanderungen

Seit dem Schengener Abkommen sind in Europa Grenzen eher in den Hintergrund gerückt. Man sollte jedoch nicht die Zeiten vergessen, in denen das nicht so war. Die Aktion "Grenzsteine ohne Grenzen" soll genau das machen. Zum 100-jährigen Jubiläum des Versailler Vertrages organisiert das Team hinter der Aktion eine Wanderung. Die Wanderung führt entlang der alten belgisch-preußischen Grenze.  Bei der Wanderung geht es vorbei an den seit den 90er Jahren unter Denkmalschutz stehenden Grenzsteinen.

Die belgisch-preußischen Grenzsteine

Man errichtete die Grenzsteine im 19. Jahrhundert, um zuerst die niederländisch-preußische Grenze und nach der Unabhängigkeit Belgiens die preußisch-belgische Grenze zu ziehen. Damals war Ostbelgien noch nicht Teil von Belgien, sondern gehörte bis zum Versailler Vertrag dem preußischen Kaiserreich an.

Diese Grenzlinie reicht von Schengen (Luxemburg), Stein Nr. 1, über das Dreiländereck in Ouren, Stein Nr. 52, bis zum Dreiländereck in Gemmenich, Stein Nr. 193, und schließlich nach Mook (Niederlande).

1816 wurde diese Grenze mit hölzernen Eichenholzpfähle markiert. Diese waren auf der preußischen Seite schwarz-weiß und auf der niederländischen Seite orange-weiß gestrichen. Ab 1840 ersetzte man nach und nach die verwitterten oder verschwundenen Holzpfähle durch die heute noch stellenweise vorhandenen Steinsäulen.

Im ehemaligen Kreis Malmedy waren die Steinsäulen sechseckig (bis auf eine Ausnahme achteckig). Im ehemaligen Kreis Eupen finden wir sowohl vier- als auch achteckige Steinsäulen. Auf diesen Grenzsteinen ist die jeweilige Nummer des Steins eingemeißelt. Die Steinsäulen ragen etwa 1,70 Meter aus der Erde und sind meist 0,8 Meter in der Erde verankert. In Ostbelgien liegen die Grenzsteine auf dem Gebiet der heutigen Gemeinden von Burg-Reuland, St.Vith, Eupen und Lontzen.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie auf der Internetseite "eupenlives".