Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Grabbeigaben

Grabbeigaben sind Objekte, die dem Verstorbenen ins Grab gelegt werden, damit sie ihm auf seiner Reise ins Jenseits von Nutzen sein können. Häufigste Beigabe sind Keramikgefäße. Diese helfen, die Bestattung zeitlich einzugrenzen, da zu ganz bestimmten Zeiten bestimmte Gefäßformen oder Verzierungen verwendet wurden. Da die Keramikware gleichermaßen in Frauen- und Männergräbern vorkommt, kann sie nicht zur Geschlechtsspezifizierung der Verstorbenen beitragen. Keramische Grabbeigaben wurden in sechs Körpergräbern des Hügelgräberfeldes in Grüfflingen gefunden. Dem Verstorbenen wurde mindestens ein Keramiktopf ins Grab mitgegeben. Die Gefäße sind allesamt handgeformt und weisen mit ihren manchmal homogen geglätteten und meist unverzierten Oberflächen Ähnlichkeiten mit den Keramikbeigaben der Hunsrück-Eifel-Kultur und der nördlichen Gruppe der Ardenner Hügelgräber auf. Ab 470 v. Chr. wurden die Oberflächen der Keramikgefäße selten rau belassen. Zur Glättung wurden sie im feuchten Zustand entweder mit der nassen Hand oder mit einem festen Gegenstand aus Holz oder Leder geglättet. Die Glättung bewirkt eine Verdichtung der Oberflächenstruktur, wodurch die geglätteten Flächen beim Brand dunkelbraun bis fast schwarz glänzend werden. Der Brand erfolgte bei eher niedrigen Temperaturen in geschlossenen Öfen.

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