Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Haus Marktplatz 1

Tor zu Innenhof vor Schererwinkel
Statue des Heiligen Franziskus
Kreuzstockfenster
Fenstertür 1. OG
Fenster EG
Dienstbotentrakt
Decke Treppenhaus
Gartentor zur Hufengasse
Schererwinkel, Südwest-Fassade
Hauptfassade
Dienstbotentrakt
Dienstbotentrakt
 
Typologie Kloster
Stile
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 25.02.1950
Jahr 1752
Kurzbeschreibung Eines der herausragendsten Gebäude Eupens ist dieses Franziskanerinnenkloster, allgemein „Klösterchen“ genannt. Es wurde 1752 nach Plänen des Aachener Architekten J.J. Couven für den Tuchfabrikanten Vercken erbaut. Bemerkenswert sind u. a. der Rokoko-Giebel mit dem Wappen des Erbauers und die barocke Balkontüre. Seit 1857 ist es das Kloster der in Eupen gegründeten Genossenschaft der "Franziskanerinnen von der hl. Familie", heute dient es zudem als Seniorenheim. Im Innern befindet sich neben der Hauskapelle (19. Jahrhundert) die Gruft der Ordensgründerin Josephine Koch (1815-1899).
Beschreibung Der Besitz geht nacheinander an Frau Mostert im Jahre 1826, 1832 an A. J. Hütgen, 1836 an J.C. Häghers und an seine Familie, 1856 an Frau M.A. Bree und Frau M.K.J. Koch. Rot gestrichene Ziegel und Blaustein, drei Geschosse in abnehmender Höhe und fünf Achsen, Hauptfassade symmetrisch um Mittelachse, durch breite Eckquader in gerader Folge gerahmt, die abgerundeten Ecken unterstreichend. Leicht vorstehender Sockel aus einer Reihe großer, gut gereihter Blausteinquader. Mittelrisalit, Parterre mit Quadern mit Querrillen. In der Mitte, breite Treppe mit zwei profilierten Stufen und ehemalige, rundbogige Eingangstüre mit reich verziertem Rahmen mit Rocaillemotiven, jedoch vermauert und seit der Ankunft der Schwestern im Jahre 1857 durch eine große, rundbogige Nische ausgefüllt, eine Statue des Hl. Franziskus beherbergend. Balkon in Schmiedeeisen von der Fenstertüre der ersten Etage heruntergeholt und vor der Nische wieder aufgestellt. In der Mitte Jahreszahl 1752 über den verschlungenen Initialen L-V (Leonard Vercken). Schmalseiten der Balustrade erneuert. Auf jeder Seite, über einem großen geschmückten rechteckigen Stein, Kartusche, stichbogige Fenster mit bearbeitetem Keilstein. Leicht vorspringende und profilierte Sohlbänke. Profiliertes Band zwischen Parterre und erster Etage. In den Etagen, durch zwei flache Säulen mit lonischem Kapitell begrenzte Mittelachse. Fenstertüre der ersten Etage stichbogig unter ausgekragter Bekrönung, überschwenglich mit Rocaillen geschmückt und das Datum MDCCLII tragend. Hohes Holzoberlicht mit Dekor gleichen Stils. Schmiedeeisernes Gitter des 19. Jh.s. Beidseitig stichbogige Öffnungen mit Keilstein als stilisiertem Akantusblatt. Leicht vorspringende Sohlbänke mit abgerundeten und profilierten Ecken. Balustrade in Schmiedeeisen mit in der Mitte den Initialen LV. Öffnungen der zweiten Etage von einfacher Proportion, stichbogig, mit verziertem Keilstein. Profiliertes Band unter dem Blausteingesims mit konkaven Ecken. Über der Mittelachse einen Giebel bildende, ausgeschnittene Bekrönung, reich verziert mit dem Wappen der Familie Vercken. Schiefermansarddach mit stichbogigen Fenstergiebeln und oktogonalem Glockentürmchen mit Kreuz darüber. Kamine hauptsächlich Blaustein. Rückfassade Sand- und Blaubruchsteine, begrenzt durch Eckquader in Zahnschnittfolge mit drei Geschossen und sechs eng aneinanderliegenden Achsen. Stichbogige Öffnungen in abnehmender Höhe mit trapezförmigem Keilstein. Im rechten Giebel aus gestrichenem Ziegel und Blaustein, ebenfalls mit Eckquadern, zwei ähnliche Achsen bildende Öffnungen rechts, sowie Speicherlöcher. Sehr schöne Verzierung der Innenräume, die um eine hervorragende Mitteltreppe angelegt sind. Gegen den linken Giebel dieses Gebäudes und etwas zurückspringend, zweiter Bau in mehreren Phasen, Ziegel und Blaustein, über einen Hof erreichbar, der mit einem Gitter zwischen blausteinernen Pfeilern mit Feuertöpfen geschlossen ist. Ursprünglich drei Geschosse, später um ein weiteres erhöht und acht Achsen stichbogiger Öffnungen mit angeschnittenen Ecken und mit trapezförmigem, überstehendem Keilstein. Einige Öffnungen erneuert. Anschläge an den Öffnungen rechts in drei Geschossen und drei Achsen. Eingang durch profilierte Türe mit stichbogigem Sturz unter profilierter Traufleiste. Oberlicht mit dünnen ausgekragten Sprossen in Strahlenform. In der Etage ähnliches Fenster wie die andern, jedoch mit breiteren Gewänden in ihrem unteren Teil und nach unten hin bis zur Traufleiste der Türe verlängert. Rückfassade Sandbruchstein, um ein Ziegelgeschoß erhöht. Kleine rechteckige Öffnungen und neuere Öffnungen mit Ziegelrahmung in der letzten Etage. Schiefermansarddach mit Fenstergiebeln mit dreieckigem Giebel. In Verlängerung der Rückfassade des Hauptbaues, Anbau wahrscheinlich vom Beginn des 19. Jh.s über älterem Kern, und zum Hof hin eine Ziegel- und Blausteinfassade mit Eckquadern in Zahnschnittfolge zeigend. Zwei Geschosse und fünf Achsen großer Öffnungen mit geradem Sturz und rechts, zurückliegend, zwei ältere Achsen mit erneuerten und erhöhten Öffnungen. Zur Straße hin älterer Kern und hoher Sockel in Sandbruchstein. Darüber Ziegel. Einige rechteckige Öffnungen. Pfalzziegelsatteldach nach Mansardart mit drei stichbogigen Fenstergiebeln und hohem Kamin. Kleiner neuer Bau gegen den linken Giebel. In seiner Verlängerung alte Tür mit ausgekragtem Sturz mit Keilstein mit darüber wenig vorspringender Trautleiste, bekrönt durch 1747 datiertem, ausgekragtem Blaustein. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Marktplatz 1
Eupen
4700
Belgien