Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Hof Lütticherstraße 323-325

Vorderfassade
Vorderfassade, Hauptgebäude
Alte Ansicht, Vorderfassade
Nebenhaus, Ostfassade
Keilstein mit Inschrift, Torbogen
Stallungen, Nordfassade
Hof Hirtz, Torbögen, Nordseite
Dach, Hauptgebäude
Torbogen
 Milchküche, Vorderfassade
Nebenhaus, Vorderfassade
 
Typologie Gehöft
Jahrhundert 17. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 22.12.1988
Kurzbeschreibung Dieser große Hof aus Sandbruchstein wurde im 17. Jahrhundert erbaut und im 18. Jahrhundert teilweise verändert. Auf dem Torbogen finden sich das Datum der Erbauung sowie sie Initialen der Erbauer, Lambert Franck und Catharina Wertz.
Unter österreichischer Herrschaft, im 18. Jahrhundert, befand sich im heutigen Hof Hirtz der Sitz des Schöffengerichts. Erst seit dem Jahr 1770 ist der Hof unter dem Namen „Hirtz“ bekannt. Es befand sich damals anscheinend dort eine Herberge, deren Herbergsschild ein Herz trug, woher der Name „Hirtz“ stammt.
Beschreibung In einem niedrigen Flügel mit Abstellflächen entlang der Straße, Eingang im Norden mit Portal, dessen Rundbogen über Quaderpfosten durch Band aus kleinen Bruchsteinen gedoppelt wird. Keilstein datiert: 'IHS/AO1684/LF' und 'CW' (Lambert Franck und Catharina Wertz). Imposanter Wohntrakt im Nordosten der viereckigen Anlage. Drei Geschosse mit vier Achsen. In den beiden ersten Geschossen, Öffnungen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stichbogig mit Keilstein. Im Parterre, Rahmungen aus weißerem Blaustein in den rechten Fenstern. Letzte Etage mit vier Kreuzsprossenöffnungen mit Quadern. Zwei einfache rechteckige Öffnungen in der zweiten Etage der Südwand. Eternitverkleidete Westfassade, zu Ende des 17. Jahrhunderts oder in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von einer Türe mit geradem Sturz sowie von gekuppelten Rechtecköffnungen durchbrochen. Türrahmen und Oberlicht stark profiliert. Teilweise durch einen niedrigen und weniger tiefen Anbau verdeckte Ostfassade mit zwei Kreuzsprossenöffnungen sowie einer gekuppelten im letzten Geschoß. Ziegelsatteldach mit Walmen und Aufschieblingen, Klötze, Fenstergiebel, Kamine teilweise mit Eckquadern. Zweigeschossiger Anbau unter Ziegelsatteldach, der die Fassade des Wohnteiles nach Osten hin verlängert. Vier Achsen Öffnungen mit geradem Sturz, hauptsächlich aus Material in Wiederverwendung. Schöne Tür mit profilierter Rahmung. Um 1740. Hinten, Naht vor der letzten Achse rechts. Öffnungen größtenteils erneuert. Ställe unter Heuboden unter abgewalmtem Ziegelsatteldach, der den Hof im Westen abschließt. Die Fassade und andere uninteressante Bauten verdeckende Annexen. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Lütticher Straße 323-325
Neu-Moresnet/Kelmis
4721
Belgien