Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Bettlaken

Bettlaken
Karte Ortsnamen
 
Erläuterung

Die Frage nach dem "Stoff zum Überziehen einer Matratze" war offenbar nicht ganz eindeutig gestellt, ein Teil der Informanten hat hier eher an spezielle Matratzen-Überzüge gedacht als an das, was auf Standarddeutsch Bettlaken oder Bettuch genannt wird. Varianten wie Överzoch, Bezoch könnten also auf diese Unklarheit zurückgehen. Neben dem allgemein dominierenden Bettdooch/-dook finden sich auf der Karte jedoch noch ältere dialektale Bezeichnungen für das Bettuch.

Dass Lake vor allem im Norden erscheint, entspricht der niederdeutsch-niederländischen Lautgestalt (wie nl. laken - mittelhochdeutsch ist dagegen noch lachen 'Tuch, Decke' belegt, s. Duden – Das Herkunftswörterbuch), wenngleich man sieht, dass das Wort - vor allem im Osten - auch südöstlich der Lautverschiebungslinie auftritt, was sich sicherlich vom Standarddeutschen her erklärt. Die verschobene Form findet sich dagegen noch in den sporadisch gemeldeten Formen Schlöflesch (Raeren) und Lelischen (Ouren). Während Schlöf- hier unmittelbar durchsichtig ist, ist bei Lelischen die Zusammensetzung Lein-lachen nicht mehr so leicht zu erkennen (s. RhWb Bd. 5, Sp. 366)

In Schloffkleed (Recht, Amel) und Bettkleed (deutsche Eifel verstreut) findet sich -kleed in der allgemeineren Bedeutung 'Tuch' wieder, wie dies auch in dialektalen Bezeichnungen  für das Taschentuch oder das Handtuch der Fall ist.

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