Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Weihnachten

Weihnachten
Karte Ortsnamen
 
Erläuterung

Der früheste Beleg für den Ausdruck Weihnachten ist in der Predigtsammlung Speculum ecclesiae in der Form „wîhe naht“ ('heilige Nacht') zu finden und stammt ungefähr aus dem Jahr 1170 (DWB, Bd. 28, Sp. 707 bis 716).

Laut Rheinischem Wörterbuch wurde der Begriff Weihnachten in unserem Untersuchungsgebiet allerdings im Dialekt ursprünglich nicht verwendet: Hier hieß es – in unterschiedlichen Lautvarianten - Kristtag oder Kristmesse (RhWb, Bd. 9, Sp. 377).

Auf unserer Karte können wir nun erkennen, wie die Bezeichnung Weihnachte heute durch den Einfluss der Standardsprache auch in diesem Gebiet in der Mundart verwendet wird. Daneben finden wir noch die ursprünglichen Formen: Für die Eifelgemeinden ist dies vor allem Krestdaa(s)ch, weiter nördlich, im Eupener und Aachener Land sowie den offiziell französischsprachigen Gebieten, heißt es eher Kres(t)mes oder Kirs(t)mes (vgl. engl. christmas). Hier wurde die Bezeichnung für die Weihnachtsmesse auf das ganze Fest übertragen.

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