Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Moorenhöhe Eupen

Vor der Instandsetzung
Während der Instandsetzung 2013
Während der Instandsetzung 2013
Während der Instandsetzung
Während der Instandsetzung
Während der Instandsetzung
Während der Instandsetzung
Gitter
Vor der Instandsetzung
Vor der Instandsetzung
 
Typologie
Jahrhundert 19. Jahrhundert
Kurzbeschreibung Dieser Aussichtspunkt mit Parkanlage über die Eupener Unterstadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts eingerichtet und nach Theodor Mooren benannt, der von 1881-1905 Bürgermeister der Stadt Eupen war.

Die Moorenhöhe war vorher eine öde Terrassenanlage, die zum Trocknen von Tuchen diente, später aufgegeben wurde und verwilderte. Das Grundstück wurde der Stadt mit der Verpflichtung übertragen, es öffentlich zu nutzen.1883 war der Plan zu einem Terrassenpark in der Unterstadt geboren. Dieses Bauvorhaben sollte ein weiterer Schritt zur Attraktivitätssteigerung der Stadt werden und zur Entwicklung des Kur- und Fremdenverkehrs beitragen
Beschreibung Erhebliche Fuhren von Erdreich waren erforderlich, den Hang gefällig zu stufen und modellieren. Holzpalisaden sollten zunächst die Sicherung des steilen Geländes, damals noch Moorenhügel genannt, gewährleisten. Zur Ausführung der Arbeiten hatte sich der Verschönerungsverein bereiterklärt. Die Freude über den angelegten Terrassenpark dauerte jedoch nicht lange an, da die Palisaden dem Druck des Erdreichs nicht mehr standhielten und die Erdmassen sich bis in den Olengraben ergossen. Erst mit der Schenkung eines weiteren Gartengrundstücks am Haasberg, das seinerzeit der Familie des Tuchfabrikanten Gensterblum gehörte, und einer Geldspende konnte Mooren den zusammengefallenen Moorenhügel wiederherstellen lassen und ihn durch eine steinerne Hangbefestigung in Form einer runden Bastion in Verbindung mit einer vorkragenden Aussichtsplattform standsicher gestalten. Von dort war nunmehr der ungestörte Blick in die Flusstäler der Unterstadt mit seinen stolzen Industrieanlagen hinüber und weiter über die Wipfel des Hertogenwaldes möglich. Zu Beginn der 1930er Jahre scheint eine grundlegende Instandsetzung und Verschönerung der nunmehr Moorenhöhe genannten Grünanlage erforderlich gewesen zu sein. Verschiedene Entwürfe standen zur Auswahl. Offensichtlich entschied sich die Baukommission für die aufwendigere Gestaltung, mit einer von Treppen flankierten Brunnenanlage im rückwärtigen Bereich des Aussichtsplateaus sowie neuen Zugängen von der Judenstraße und dem Haasberg. Aus der Aktenlage geht jedoch hervor, dass die Maßnahme wegen erheblicher Mehrkosten reduziert und auf die Wasserspiele und Vieles mehr verzichtet werden musste. Die Anlage wurde im Jahr 2013 durch die Stadt Eupen instandgesetzt. (Quelle: Octavia Zanger, Text zur Ausstellung "gestern war heute", 2015)