Hof Bütgenbach

Hof, Ansicht von Osten
Alte Ansicht, Torbogen
Torbogen, Ostflügel
Nordflügel, Südfassade
Wappenstein
Spülbecken
Torbogen
Wappenschild
Kamin
Vordertrakt des Hofes für Sommer in Betrieb
Neuer Hof Brücke zwischen Generationen
Aufrissskizze vor dem Umbau
 
Typologie Gehöft
Historischer Zeitabschnitt Mittelalter
Jahrhundert 15. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 04.11.1977
Kurzbeschreibung Die vierflügelige geschlossene Hofanlage aus dem Mittelalter wurde mehrmals wiederaufgebaut und verändert. Den Innenhof erreicht man durch den hohen Eingangstrakt, der durch Peter Benignus von Baring im Jahre 1754 erbaut wurde und ihm vorbehalten war. Das Wappen der Familie schmückt das Portal des Tores, welches wahrscheinlich als Wohnung des Verwalters gedient hat. Das Gut zeugt von Robustheit, hat aber einen Mangel an Gliederung, Harmonie und Einheitlichkeit.
Beschreibung Zu Anfang des 15. Jahrhunderts im Besitz der De La Rue, der Nassau und dann der Reiffenberg, nach Bütgenbach gekommen durch die Verbindung von Jacob mit Anna von Rolshausen im Jahre 1541. Unter Christoph von Reiffenberg, Sohn des letzteren, brennt der Bau in den Jahren 1574-1575 teilweise nieder; durch dessen Sohn Johann wird er 1623 wieder aufgebaut. Dessen Sohn, Philipp-Christoph, verkauft den Besitz an Peter Beningus von Baring, der, im Jahre 1754, den Eingangstrakt erbaut und mehrere Flügel renoviert, wovon der nach Süden hin vom Eingang ausgehend. An die Dethier aus Robertville nach der Franzosenzeit gekommen, ist der Hof 1840 in Händen des Karl Hilgers, der einen Teil des nördlichen Flügels verändert. Auf dem Westhang des leichten Wiesenhanges im Zentrum des Dorfes errichtet, vierflüglige geschlossene große Anlage. Das Ganze gibt einen Eindruck von Robustheit und ist malerisch, zeigt interessante erhaltene und vermauerte Hofzufahrten, aber auch, Mangel an Gliederung, Harmonie und Einheitlichkeit in den Teilen, wenig Strenge in der Disposition, überall ärmliche Rahmungen der Öffnungen. Vier Flügel, mehrmals wiederaufgebaut und verändert, das Ganze in erster Linie durch den hohen Eingangstrakt aus dem Jahre 1754 erreichbar. Mauern aus Sandbruchstein mit Spuren von Verputz, die Dächer in der Regel als Satteldach, mit oder ohne Aufschieblinge, mit Schiefer, manchmal Cherbains. Eingangstrakt mit zwei Geschossen, hauptsächlich zu Wohnzwecken dienend, wahrscheinlich Wohnung des Verwalters. Verschiedene, manchmal veränderte Öffnungen auf beiden Seiten, oft unter Entlastungsbogen. Schiefer oder Holz, 18. und 19. Jahrhundert. Im Haupttor, zum Hofe hin, wieder die Jahreszahl 1754, unter drei Ankereisen, die Hauptarbeiten ins letzte Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts datierend (169X). Am äußeren nördlichen Ende dieses Flügels und augenscheinlich dem Eigentümer vorbehalten, hoher Eingangstrakt durch Peter Beningus von Baring erbaut, der das Werk datiert und zeichnet durch sein Wappen Baring-Dhaem über dem breiten rundbogigen blausteinernen Eingang in Wiederverwendung des 17. Jahrhunderts: zwei schmale vorspringende Teile, beidseitig dieses Eingangs mit, ebenfalls in Wiederverwendung, zwei heute teilweise vermauerte Schießschachten. In der Etage, nach außen und zum Hof hin, asymmetrisch angeordnet, schöne Öffnungen mit Rahmungen in Rechter Schiefer, die gepflegtesten der Anlage, mit Sicherheit dem Atelier Starck aus Recht entsprungen und auch 1754 im Keilstein der kleinen Eingangstüre auf der Hofseite datiert. Innen Schieferbelag, diagonal verlegt, gute Treppe, Reste eines Kamins auf der Etage. Zum Verschließen des Tores, schwere Flügel aus gestrichener Eiche, mit Strahlenmotiv wahrscheinlich späteren Datums. Schieferdeckung, als Satteldach, mit Walmen und Aufschieblingen. Im Süden des gleichen Flügels, außen, abgeflachte heute vermauerte Hofeinfahrt in schön gemauertem Sandstein: im mittleren Keilstein die Jahreszahl 1828. Auf dieser Seite, mit einem tiefen runden Brunnen versehen, der auf ein wahrscheinlich wichtigeres Element an dieser Stelle verweist, der einzige Keller des Westflügels. Nordflügel zweiteilig, die Osthälfte erhöht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingerichtet mit als Ausgangspunkt einem einfachen Anbau gegen die Einfriedungsmauer, die andere, im Westen, unter höherem Satteldach mit Walmen, mit dementsprechendem Wappenstein Reiffenberg-Laudolff mit der Inschrift: "RIFFENBERCH und LUDOLFF" sowie der Jahreszahl 1623, das Datum des Wiederaufbaus nach dem Brand am Ende des 16. Jahrhunderts: das Wohnhaus auch - das Hauptwohnhaus - mit Keller, zwei Geschossen mit verschiedenen Öffnungen des 18. und 19. Jh's, zwei vermauerte Hofeinfahrten mit beinahe Hufeisenbogen. Die Mauern hinten weitgehend blind, abgesehen von sechs schmalen und hohen Öffnungen mit Holzrahmungen im zweiten Geschoß, sehr weit auseinander, dort nach der teilweisen Erhöhung im 19. Jahrhunderts eingerichtet, Erhöhung, die sehr gut an den Nahtstellen des Mauerwerks sichtbar bleibt. Westflügel am Ende des Hofes, der am besten gegliederte, wahrscheinlich des 18. Jahrhunderts, jedoch heute der verfallendste. Vielleicht zu späterer Zeit gegen die Mauer angelehnt. Drei symmetrisch angeordnete Hofeinfahrten, die eine in der Mitte, die beiden anderen an den Enden, jede überragt von einer Öffnung mit Schieferrahmung und ein Rücksprung der seitlichen Dächer mit Walm bedingend, sehr unterschiedlich übrigens vom Rest des niedrigen Satteldachs. Daneben, auf der gleichen Seite, verschiedene Öffnungen verschiedener Epochen, die Bestimmungen der Räumlichkeiten verändernd: Brauerei, Kühlraum und Destillierraum. Brunnen. Im Südflügel schließlich, breiter und höher, beinahe alle alten Elemente verschwunden vor Schaffung der Ställe und Scheunen im 20. Jahrhundert. Jedoch ein Datum, 1775, auf den paar Öffnungen, die rechts erhalten sind. Mitten in diesem großen Gras bewachsenen Hof, eine Esche. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Zum Walkerstal 15
Bütgenbach
4750
Belgien