Marktkreuz

Vorderansicht
Vorderansicht
Vorderansicht
Sockelaufbau
Sockelaufbau
Aufsatz
Kreuzigungsgruppe
 
Typologie
Stile Barock
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 27.08.1984
Jahr 1722
Kurzbeschreibung Das bemalte Rotsandsteinkreuz zeigt Christus am Kreuz mit der Mutter Gottes und dem Hl. Johannes, eine Pièta, den Hl. Urban, sowie verschiedene Blumen- und Pflanzenmotive.
Beschreibung Auf hohem Sockel. 3,56 m hoch und von 1722 datiert. Quadratischer, behauener Sockel, darüber eine Volute die auf der Vorderseite mit einem geflügelten Puttenkopf im Relief verziert ist. Seitlich davon je eine Blumenvase mit drei Blumen im Relief. Schaft mit gewölbtem Unterteil mit eingravierten stilisierten Pflanzenmotiven. Auf der Vorderseite im Relief die Darstellung des heiligen Urbanus(Inschrift: "S.VRBANVS") dessen Kopf und Attribute abgeschlagen sind. An den Seiten schwere Fruchtgehänge mit Trauben. Darauf ein Aufsatz, nach oben hin ausladend, in den auf der Vorderseite die Jahreszahl 1722 eingraviert ist und im Relief die Darstellung einer Pietà angebracht ist (Kopf der Madonna beschädigt). Bekrönt wird der Bildstock von einer Kreuzigungsgruppe: Jesus am Kreuz (mit Totenschädel und gekreuzten Knochen auf dem unteren Kreuzbalken), Statue der Maria links, Statue des Johannes rechts. Die gesamte Rückseite des Kreuzstocks ist flach und unverziert. Gestützt wird das Kreuz von einem Eisenstab der im Boden verankert ist. Das Kreuz entspricht dem ländlichen Barock. Die Verarbeitung und die künstlerische Darstellung der Figuren ist relativ derb. Die meisten Schäden stammen aus der Zeit der Ardennenoffensive. Durch die dichte Buchenhecke die das Kreuz umgibt, haben sich viele Moose und Algen auf der Sandsteinoberfläche angesetzt. Sie könnten auf Dauer weitere Schäden hervorrufen. Das Kreuz stand laut Reiners früher an der Straße nach St.Vith und wurde 1931 an der jetzigen Stelle auf dem alten Friedhof aufgestellt. Laut Jenniges wurde das Kreuz wahrscheinlich im Kylltal gefertigt (Rotsandsteingruben). Es könnte sich um eine Arbeit handeln, die für das Moselgebiet gefertigt wurde (oder sogar zuerst dort gestanden hat) weil Trauben dargestellt sind und der hl. Urbanus von Winzern gegen Nachtfröste angebetet wird. Vergleiche mit fast identischen Kreuzstöcken im Moselgebiet lassen auf eine Serienfertigung schließen.
Kirchweg
Amel
4770
Belgien