Kirche St. Stephanus (Reuland)

Turm
Grabstein
Grabstein
Alte Ansicht
Alte Ansicht
Eingangsportal
Schiff
Schiff
Stuckverzierung
Kapitell
Eingangsportal
Wappen
Wappen
Inschrift
Einganstüre
Weihwasserbecken
Kirchendiebe machten kostbare Beute
 
Typologie Kirche
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 21.12.1988
Jahr 1771
Kurzbeschreibung Im 13. Jahrhundert stand am gleichen Ort eine einfache Kapelle, die von der Pfarre in Weweler abhängig war. 1621 ließ Balthasar von Pallandt eine neue Kapelle erbauen oder zumindest umfangreiche Bauarbeiten durchführen. Aber nur 150 Jahre später wurde die Anlage durch einen Neubau ersetzt. Die Kirche ist reich ausgestattet, erwähnt seien hier der Hauptaltar aus weiß lackiertem Holz mit vergoldeten Rocailleornamenten, eine Kanzel von 1759 und Grabplatten aus Rechter Schiefer. Besonderes Augenmerk gilt auch dem Hochgrab des Balthasar von Pallandt und seiner Gattin. Es ist vollständig aus belgischem Schiefermarmor angefertigt und wurde 1912 wieder zusammengesetzt. Vermutlich war der Sarkophag im 18. Jahrhundert auseinander genommen und in der Nordwand der Kirche vermauert worden. Die Deckplatte trägt in Flachrelief die liegenden, lebensgroßen Figuren der Verstorbenen. Die Fuß- und Längsseiten sind mit Ahnenwappen belegt. Ähnliche Beispiele solcher Hochgräber sind in der deutschen Eifel anzutreffen.
Beschreibung Heutiges Gebäude nach Plänen des Meister-Architekten Ferdinand Starck aus Recht, im Jahre 1771 erbaut und 1912 durch das Hinzufügen des nördlichen Seitenschiffes, des Querschiffes, des Chores mit polygonaler Apsis und der Sakristei stark vergrößert. Schieferhaltiges Sandbruchsteinmauerwerk, ehemals weiß. Hoher Turm im Westen unter oktogonalem Zwiebelhelm mit Cherbain, 1772 durch Ankereisen datiert. Sockel durch abgestuften Rücksprung aus braunem Sandstein im Norden und Süden begrenzt, sowie durch ein flaches Band im Westen. An den beiden sichtbaren Ecken dieses Sockels, architektonische Elemente des 17. Jahrhunderts in Wiederverwertung, geschmückt mit Rankenornamenten und den Initialen "B (altasar) V (on) P (allandt) e (rexit)" bekrönt. Unter anderen Steinen der alten Konstruktion, die in den Eckquadern eingelassen wurden und die sich ehemals von dem weißen Grund absetzten, zwei Konsolen aus braunem Sandstein mit Wappen Pallandt (N) und Millendonck (S). In der Achse des Gebäudes, elegantes Eingangsportal unter Nische mit Voluten, Rechter Schiefer, 1722 in den Eckzwickeln datiert. Auf Höhe der Nische, Statue der Gottesmutter mit Kind, ebenfalls Schiefer. Rundbogige Öffnung auf halber Höhe des Turmes und rundbogige Öffnungen unter dem Dach. Im östlichen vierjochigen Schiff, rundbogige Öffnungen mit regelmäßig angelegten Eckquadern, fiktiver zentraler Schlussstein. Satteldach mit Cherbains mit Aufschieblingen in der südlichen Dachschräge, im Norden 1912 verändert. Über dem Chor, vierseitiges Glockentürmchen mit Helm als Kampanile. In der Sakristei, Sturz mit Wappen Pallandt, 1621 datiert. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Burg-Reuland
4790
Belgien