Kirche Mariä-Himmelfahrt (Neundorf)

südliches Seitenschiff
Alte Ansicht
Grabkreuz Maria Katharina Wangen-Schweigen
Grabstätte der Familie Colles
Grabkreuze
Eingangshalle, Relief
Kreuz über Eingang
Kragstein
Kanzel
Baldachin
Turmspitze
Orgel - Gesamtansicht
 
Typologie Kirche
Jahrhundert 12. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 02.12.1959
Jahr 1130
Kurzbeschreibung Bereits 1130 wurde die Kirche durch den Abt von Stavelot erwähnt und hatte früher eine bedeutende Stellung als Sankt Vither Pfarrkirche. Die Kirche durchlief bis ins 19. Jahrhundert mehrere Bauphasen, die besonders im Innenraum noch abzulesen sind. Die Grundmauern des Turmes und des Langhauses stammen wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert. Im Inneren kann der Besucher einige schöne Ausstattungs- und Bauelemente bewundern. Die goldenen Schlusssteine, die Gewölbekonsolen, die verzierten Kapitelle der Säulen, die Tür zur Nordsakristei, der Taufstein und der Hochaltar sind besonders bemerkenswert.
Beschreibung Gebäude, das man beim Herannahen zuerst von einer Seite des Chores her sieht, und das seit jeher abseits des Dorfes, inmitten eines großen eingefriedeten Kirchhofes gelegen ist. Bereits 1130 bei der Übertragung durch den Abt von Stavelot erwähnte, wichtige Pfarrkirche, von der früher die Pfarre St.Vith abhing. Sie hätte, zumindest bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, einen Stein mit der Jahreszahl 1031 behalten. Bau in mehreren Phasen des 11. bis 19. Jahrhunderts: Bruchsteine verputzt, sichtbare Elemente in Rotsandstein. Starker Westturm, breiter Vorsprung des 14. oder 15. Jahrhunderts, mit Grundmauern, wahrscheinlich des 11. und 12. Jahrhunderts. Zwei Geschosse mit Eckquadern: Sockel mit abgestuftem Rücksprung, Schießschachten im ersten Geschoss, innen breit ausgeschrägt, mittleres Traufleistenband, rundbogiges und mehrpassiges Schalloch im Süden, im 19. Jahrhundert restauriert im Osten, gotisch und vielleicht alleine im Norden; profiliertes Gesims unter dem schiefergedeckten oktogonalen Turmhelm vom 1834. Nach Plänen des Andreas Starck aus Recht erstellter Torbogen und Eingangsportal im Süden, mit davor erstaunlichem Zugangsweg aus senkrecht verlegten Cherbains. Erneuerung im Süden und Westen im Jahr 1916. Jahreszahl 1764 auf dem Rundbogen des Einganges der Kirche. Satteldach mit Cherbains mit breitem Walm. Innen, wie in Wiesenbach, Schieferbänke und hervorragendes Relief der Gottesmutter mit Kind in einer Muschelnische auf profilierter Konsole, 18. Jahrhundert. Grabplatte des J. Heins, Schiefer, 1801. Breites, dreischiffiges, dreijochiges Langhaus unter breitem Schieferdach mit zwei Schrägen, am Ende des Mittelschiffs durch Aufschieblinge gebrochen. Innen überall Kreuzrippengewölbe. Kapitelle, Anhänglinge, Gewölbeschlusssteine mit Darstellungen, wie z.B. die Immaculata Conceptio. Mehrere ablesbare Bauphasen, die wahrscheinlich vom ursprünglichen romanischen Langhaus ausgehen. Das relativ breite, nördliche Schiff mit drei gotischen, späten, spitzbogigen Öffnungen und zwei vermauerten, auf 1496 in Aussparung datierten Öffnungen; mit ausgekragtem Rundbogen für eine St.Vither Tor genannte Tür in der Mittelachse; hohe, verputzte, mit Schiefer bedeckte Strebepfeiler mit Traufleiste auf halber Höhe, ohne anderen sichtbaren Sandstein, auf massivem Sockel. Südliches Seitenschiff, ebenfalls breit, im Jahr 1764 von zwei hohen rundbogigen Öffnungen mit Steinschwanz durchbrochen, Schiefer; einige sichtbare Elemente der Eckquader im Westen; Strebepfeiler mit Sandsteinansicht, weniger hoch als im Norden und über Sockel mit abgestufter Verjüngung, ohne Mitteltraufleiste: Steinmetzzeichen wie auf den Säulen, Greifenlöcher der Bruchsteine, wie in anderen Teilen des Gebäudes, Schieferschutz; in halber Höhe des Strebepfeilers an der östlichen Ecke, rundbogige Nische von der Tiefe des Mauerwerks; im Osten offene, rundbogige, das Viereck der südöstlichen Achse erhellende Öffnung, der jetzigen Sakristei vorbehalten. In einem großen Raum in Form einer Spitzbogennische im Westen, beeindruckende Steintreppe zur Orgelbühne. Oben zahlreiche Restaurierungen und Veränderungen im Innern, die in Unterschieden in den Proportionen der verschiedenen Bögen, Kapitellen oder anderen architektonischen Elementen ihren Ausdruck finden. Großer Chor mit dreiseitiger Apsis, ebenfalls verputzt, von hohen Strebepfeilern gestützt, erhellt durch fünf spitzbogige schlanke Öffnungen mit gotischem Maßwerk und mit einem steilen Cherbainsdach mit Aufschieblingen. Außen elegantes, profiliertes Traufleistenband, alles auf Höhe der Brüstung der Öffnungen umfassend. Innen Deckung des Gewölbes über Kreuzrippen. Im Norden des Chores und von dort aus durch eine Tür mit guter gotischer Rahmung erreichbare, im 18. Jahrhundert wieder aufgebaute Sakristei als Anbau; eine rundbogige Öffnung, Kreuzrippen. Große Restaurierungsarbeiten um das Jahr 1979, namentlich ausgezeichneter Schieferbelag wie im Eingangsportal und moderne, sowohl in Tönung als auch der jeweiligen Himmelsrichtung entsprechend angepaßte, signierte und datierte Fenster: A.Romainville (Geer) 1979. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Neundorf/St. Vith
4780
Belgien