Haus Couvenplatz 1

Vorderfassade
Färberei
Färberei
Nordfassade
Fenster, Ostfassade
Rückfassade
Vorderfassade
Südfassade
Fronton
Uhrwerk
 
Typologie Bürgerhaus
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 10.05.1983
Datum Zusatz Das Haus Couvenplatz 1 ist als Denkmal geschützt.
Jahr 1724
Kurzbeschreibung Dieser beeindruckende Bau aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts sticht vor allem durch sein Schiefersatteldach ins Auge. Das Blausteingebäude ist nicht nur äußerlich gut erhalten, im Inneren findet man ein bemerkenswertes Dekor mit Ledertapeten, Leinwandgemälde sowie stuckverzierte Decken und Wände vor. Hinter dem Haus befindet sich ein wunderbar angelegter Park, mit polygonalem Brunnenbecken und einem höher angelegten Weiher.
Beschreibung

Im Zentrum des Weilers, Ziegel und Blaustein mit drei Geschossen und fünf Achsen unter beidseitig abgewalmtem, in der Vorderfassade durch dreieckigen Giebel mit ovalem Ochsenauge geschmücktem Schiefersatteldach mit Aufschieblingen. In den Etagen schieferverkleidete Vorderfassade der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts über hohem Sockel aus vier Reihen regelmäßig zugerichteter Blaubruchsteine. Eckquader rechts. Die Achsen links zwei zu zwei gruppiert. Neuere Türe in der rechten Achse. Die Öffnungen des Parterre mit als durchgehende Bänder verlängerten Sohlbänken und geraden Stürzen, früher mit Jalousien, heute noch durch Gitterstäbe geschützt. Gewände mit Quadern. Die Rahmungen der Öffnungen der Etagen durch die Verkleidung verdeckt. Vom Garten her sichtbarer Giebel, zu erreichen durch einen abgeflachten Blausteinbogen, der die Fassade nach links hin verlängert; Sandbruchstein, in der Mitte stichbogige, teilweise vermauerte Tür mit Keilstein. Außerdem zwei Öffnungen in der Etage. Zum Garten mit Brunnen mit schönem Becken hin geöffnete Rückfassade in Ziegeln mit fünf gut symmetrischen Achsen von stichbogigen Öffnungen mit Keilstein der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zwei Fenstergiebel mit dreieckigem Giebel auf dieser Schräge des Daches mit Kamin mit Eckquadern in Zahnschnittfolge und zwei schön gearbeiteten Wetterfahnen, die eine mit 1777-HHG (Heinrich Hermann Görtz?) und die andere mit 1777-MM.Bemerkenswerte Dekors im Inneren des Wohnhauses, verschiedene Räume mit Ledertapete oder mit von Leinwandgemälden bespannten Wänden sowie stuckverzierten Decken und Kaminen. In einem Raum, auf den vier Wänden, die Geschichte Esther. Zwischen dem rechten Giebel und der St. Johannes Baptist Kapelle eingefügter Anbau des 18. Jahrhunderts mit zwei Geschossen und zwei Achsen, Ziegel und Blaustein über Sockel aus großem Blausteinzuschnitt. Etagen schieferverkleidet. Rechteckige Öffnungen mit Sohlbänken und Stürzen als flache Bänder fortgeführt. Schieferdeckung, die in der Kapelle übergeht. Hinten, Verlängerung des Anbaus durch einen in mehreren Phasen erbauten Flügel mit stichbogigen Fenstern mit Keilstein in der Etage. Das Parterre verdeckende Veranda und neuer Flügel. Am Ende des Flügels, unter Ziegelzeltdach, Ziegel- und Blausteinanbau mit Eckquadern in Zahnschnittfolge und erhöht. Breite stichbogige Tür mit Keilstein, quadratische Öffnungen und schwere Ankereisen in S-Form. Diesem Flügel gegenüber, stark veränderte und erhöhte alte Ställe und Schuppen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Großer, höher gelegener, von schönen Gittern eingezäunter Park mit Weihern am Ende des Gartens mit polygonalem Brunnenbecken.(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Couvenplatz 1
Eupen
4700
Belgien