Haus Gospertstraße 52 (Stadtmuseum)

Vorderfassade
Kamin mit Ofennische
Tür mit Freitreppe
Grabkreuz
Balustertreppe
Deckengewölbe (Wohnraum)
verzierter Blausteinrahmen
Giebelfassade - Rückansicht
Abstützung
Abstützung
Abstützung
Anbau (2012)
 
Typologie Bürgerhaus
Historischer Zeitabschnitt Frühe Neuzeit (1492 bis 1789)
Jahrhundert 17. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 25.03.1983
Jahr 1697
Kurzbeschreibung Das Stadthaus, gelegen am ehemaligen Stadtbach, zeugt von der Eupener Tuchmanufaktur im 17. und 18. Jahrhundert. Erbaut für den Aachener Kaufmann Nikolaus Pelzer und im Volksmund „de Ru’s“ (die Rose) genannt, beherbergt es seit 1980 das Stadtmuseum. Die schöne Giebelfassade ist durch Ankereisen auf 1697 datiert.
Beschreibung

Ziegel und Blaustein, zwei Geschosse, fünf Achsen, gerahmt durch Eckquadern in Zahnschnittfolge mit darüber fünf Blausteinkugeln. Leicht erhöhtes Parterre, Blaustein über Blausteinsockel mit großen regelmäßigen Quadern, auf der ganzen Länge von einem leicht vorspringenden Band durchzogen. Davor doppelseitige Freitreppe mit nach oben hin sich verengenden Stufen. Darin Kelleröffnung, darüber Sitzbank mit hervorragender schmiedeeiserner Balustrade. Schöne Türe mit geradem Sturz und fein profiliertem Rahmen, darüber breites Ochsenauge, aus einer von ausgekragten Feldern, die in einer Traufleiste auslaufen, eingelegt. Aneinander liegende Öffnungen, früher mit Quersprossen, mit an den unteren Fenstern früher Verschlägen. Sohlbänke und Stürze als durchgehende Bänder. Schöner geschwungener Barockgiebel mit drei ähnlichen Öffnungen und ovalem Ochsenaugen darüber schmiedeeiserne Wetterfahne über flachem Band. Seitenfassade aus behauenem Bruchstein im Parterre und Ziegel in der Etage. Zwei ähnliche Öffnungen wie die der Fassade am rechten äußeren Ende sowie weitere Öffnungen. Schönes, 1634 datiertes, links an das Mauerwerk eingelassenes Grabkreuz. Rückgiebel, Fachwerk und Ziegel in den Etagen, verändert. Ursprüngliche Öffnungen vermauert. In Verlängerung dieses Giebels neuer Anbau mit wieder verwendeter Tür und geradem Sturz, 1736 datiert und schön gearbeitet.

(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Gospertstraße 52
Eupen
4700
Belgien