Haus Gospertstraße 22-24

Vorderfassade
Vorderfassade
Rokokotür
Fenster
Blausteintreppe
Alte Ansicht, Gartenhaus
Rechteckfenster mit Blausteingewände
Rückfassade
Garten, Blausteinpfeiler
Gartenhaus
Nordfassade zu Beginn der Umbauarbeiten
Ostfassade: Umbauarbeiten in 2000
 
Typologie Bürgerhaus
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 25.03.1987
Jahr 1701
Kurzbeschreibung Ursprünglich ein zweigeschossiges Haus vom Anfang des 18. Jahrhunderts, später um ein Geschoss und zwei Achsen erweitert. Zur Linken des Gebäudes befindet sich eine rund gebogene Hofeinfahrt mit Keilstein „ANNO 1701“. Im Innern des Wohnhauses ein Gartenzimmer mit Kamin, Stuckdekor und vier gemalte Deckenmedaillons. Hinter dem Wohnhaus liegt ein viereckiger Innenhof, in dessen Nordwestecke sich eine weitere Tordurchfahrt mit abgeflachtem Bogen befindet. Das eiserne Gartentor oberhalb der zehnstufigen Gartentreppe wird von zwei großen, viereckigen Pfeilern mit Flammentöpfen gehalten. In diesem Garten befindet sich ein neu errichteter Pavillon mit quadratischem Grundriss und einem Zeltdach.
Beschreibung Mehrmals verändertes und vergrößertes Gebäude, von dem man weiß, dass es zu Ende des 17. Jahrhundertss Arnold Pelzer gehörte, dann der Familie van Meven bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts Eigentum des früheren Bürgermeisters von Lüttich, J.F. de Harlez im Jahre 1770, dann der Defayay im 19. Jahrhundert. Dann geht das Anwesen nacheinander an A. von Harenne, N.W. Dallmann und G. Willems über, dann an die Brüder Wetten zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Schließlich Eigentum einer Bank und heute gehört es Ernst bzw. Steffens. Parterre ganz in Blaustein mit im 19. Jahrhundert veränderten und vergrößerten Öffnungen, eine mit geradem Sturz auf Kämpfern am rechten äußeren Ende des ursprünglichen Gebäudes. Etage noch mit den ursprünglichen, rechteckigen Fenstern. Später Erweiterungen, wahrscheinlich in zwei Phasen; in einem ersten Stadium, Erhöhung um ein zusätzliches Geschoß mit Rechteckfenstern, deren Gewände nach unten hin in flache Bänder verlängert sind; in der zweiten Phase der Veränderung wurden die zwei rechten Achsen mit einfachen Rechteckfenstern hinzugefügt. Im linken Giebel, ursprünglich mit zwei hohen, heute vermauerten Quersprossenfenstern, Ankereisen mit der Jahreszahl 1701 (Erbauung), Oberteil eternitverkleidet. Sehr schöne Tür des dritten Viertels des 18. Jh.s mit drei abgerundeten Stufen davor, mit Oberlicht mit hervorragenden Holzrocaillemotiven. Rückfassade in weißgestrichenen Ziegeln und Blaustein, begrenzt durch Eckquader in gerader Folge. Rechteckfenster in abnehmender Höhe, manchmal unter Entlastungsbogen. Schöne Türe mit Oberlicht an der äußersten linken Seite dieser Fassade. Abgewalmtes Ziegelsatteldach mit Aufschieblingen, durch drei Fenstergiebel mit dreieckigem Giebel in der Fassade gebrochen und hinten auf Klötzen ruhend. Zur Linken des Gebäudes rundbogige Hofeinfahrt, auf dem Keilstein „ANNO 1701“ datiert, jedoch eher in der Art des 19. Jahrhunderts. Hinter dem Wohnhaus, einen viereckigen Innenhof begrenzend, zweigeschossiger Ziegel- und Blausteinbau im Norden und Osten. Gleichmäßig angeordnete Rechtecköffnungen. Mansarddächer mit Fenstergiebel mit dreieckigem Giebel. Im Osten schöne Bauten verschiedener Größe, ein- oder zweigeschossig, mit eleganten Mansarddächern mit großen Fenstergiebeln. In der Nordwestecke dieses Hofes weitere Hofeinfahrt mit abgeflachtem Bogen der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Rechts davon Gartentreppe mit durch zwei viereckige und profilierte Pfeiler mit Flammentöpfen gehaltenem Gitter. Am Ende des Gartens Pavillon mit quadratischem Grundriß sowie Zeltdach über Kreuzrippengewölbe. In der Achse der beiden ersten Einfahrten dritter rundbogiger, bruchsteinerner, durch einen zweiten Bogen verstärkter Torbogen. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Gospertstraße 22-24
Eupen
4700
Belgien