Haus Gospertstraße 42

360 Grad
Vorderfassade
Alte Ansicht, Vorderfassade
Alte Ansicht, linker Flügel und Innenhof
Vorderfassade vor dem Umbau
Rückfassade vor dem Umbau
Alte Ansicht, Treppe
Umbauarbeiten 2009
Umbauarbeiten 2009
Vorderfassade
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Typologie Bürgerhaus
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 25.03.1983
Kurzbeschreibung Dieses Gebäude stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde 1850 erstmals restauriert. Im 19. Jahrhundert waren im ehemaligen Tuchmacherhaus mehrere Textilateliers untergebracht. Seit Ende des 19. Jahrhunderts beherbergte dieses Gebäude zunächst die Eupener Kreditbank, die Banque de Verviers und bis 1986 die Generale Bank. Abgegrenzt durch die hinteren Gebäudeteile befindet sich hinter dem Vorderhaus ein gepflasterter Innenhof, am Ende des Hofes befindet sich die Stützmauer eines schönen terrassenförmigen Gartens, welcher über eine großzügig angelegte, fünfzehnstufige Treppe erreichbar ist. Nach einer ersten Renovierung des Komplexes 1850 erfolgte im Jahr 2008 noch einmal eine vollständige Restaurierung durch die Deutschsprachige Gemeinschaft. Seit Anfang 2009 beherbergt der Komplex die Büros der Euregio-Maas-Rhein und das Büro des Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Beschreibung

Schönes Ziegel- und Blau­steingebäude ursprünglich durch die Familie von Reul bewohnt, später durch die Kaufmannsfamilie The Losen im 18. Jahrhundert, die in diesem Gebäude mehrere Textilateliers untergebracht hatte, haupt­sächlich in den beiden langen Flügeln hin­ter dem Wohnhaus. Über einreihigem, gleichmäßigem, groß­quadrigem Blausteinsockel Haupthaus symmetrisch um Mittelachse mit drei Ge­schossen und fünf Achsen. Fassade durch Eckquader in Zahnschnittfolge begrenzt. Einachsiger Mittelrisalit durch Eckquader in gerader Folge hervorgehoben und über­ragt von einem kleinen, dreieckigen Gie­bel mit ovaler Luke. Erste Etage mit Ziegelentlastungsbögen, Fenster mit gera­dem Sturz über Gewänden in Zahnschnitt­folge, deren Sohlbänke und Stürze sich als Bänder über die Fassade zogen. Im Par­terre und der ersten Etage herunterge­setzte Sohlbänke. In der Mittelachse Rah­mungen der Öffnungen mit dekorativen Motiven im Empirestil. Schmiedeeiserner Balkon in der ersten Etage. Schieferman­sarddach mit vier stichbogigen Fenstergie­beln und Kamin mit Eckquadern in Zahn­schnittfolge. Im teilweise durch einen nie­drigen Anbau verdeckten linken Giebel Achse mit Blausteinöffnungen und gera­dem Sturz. In dem Anbau Eingang zum Hinterhof. In diesem kleinen Gebäude mit Ziegelmansarddach mit zwei Fenstergie­beln mit dreieckigem Giebel, neue Öffnun­gen im Parterre und Sohlbänke der Etage heruntergeholt. Rückfassade des Wohn­hauses gestrichen und im Parterre verän­dert. Um den gepflasterten Binnenhof zwei lange zweigeschossige Flügel, Ziegel und Blaustein unter Ziegelmansarddach. Links sechzehn Achsen mit Stichbogenfenstern mit Keilstein sowie sieben Fenstergiebel mit dreieckigem Giebel. Der kürzere rech­te Flügel hat eine stark ausgeschnittene Ecke. Zwei nebeneinanderliegende Hof­einfahrten mit ausgekragtem Sturz. Am Ende des Hofes Stützmauer eines schö­nen, terrassenförmigen, über eine große Treppe erreichbaren Gartens. Schmiedeei­sernes Gitter zwischen vier geschmückten viereckigen Blausteinpfeilern mit blaustei­nernen Flammentöpfen. Links der Treppe, in der Mauer, große rundbogige Nische mit muschelförmigem Brunnenbecken. Am Ende des Gartens Dependenzen in Ziegel­ und Blaustein, ursprünglich die Ateliers, daran ein Gartenpavillon mit den Initialen T und L (The Losen). Kleine Rechteckfen­ster.(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Gospertstraße 40-42
Eupen
4700
Belgien