Haus Rotenberg 33

Ostwand
Westwand
Nordwand
Ostwand
nördliche Tür
Fenster, Ostwand
Eingangstür
Statue des Hl. Joseph
Gedenkstein
Vorderfassade
Anbau
 
Typologie Andere
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 11.10.1950
Jahr 1748
Kurzbeschreibung Erbaut wurde dieses Gebäude im Jahre 1748, vermutlich nach Plänen des Aachener Stadtbaumeisters Mefferdatis. 1990-1992 wurde es nach Plänen des Eupener Architekten Yves Delhez renoviert und umgebaut. Das Gebäude gehörte zum Komplex des früheren Waisenhauses und Altenheims, der ab 1710 hier entstand und 1973 bis auf diesen Teil abgerissen wurde. Es beherbergte bis 1977 in der Sozialarbeit tätige Ordensschwestern.
Beschreibung Zurückliegend hinter einem von Kastanienbäumen beschattetem Plätzchen, lange Gebäude mit drei Geschossen und fünfzehn Achsen in Sandbruchstein und Blaustein. Fassade zwischen Eckquadern, außen links, im Parterre mit abgerundeter Ecke. Ebenfalls mit Blausteinquadern drei Mittelachsen als leichter Risalit, den Haupteingang beherbergend. Hinter Vortreppe mit zwei Stufen, breite Türe mit profilierter Rahmung und stichbogigem Sturz mit Keilstein. Kleine Rosacen in den Eckzwickeln. Darüber imposante barocke Nische mit Statue des Hl. Joseph in allzu trockener Ausführung, zwischen Säulen mit bearbeitetem Kapitell, bekrönt durch breite profilierte Traufleiste und von Voluten flankiert. Über alldem großer viereckiger Stein mit angeschnittenen Ecken, mit Strahlennimbus als Relief um das Jesusmonogramm. In der vorletzten Achse zu jedem Ende des Flügels hin schmälere aber ähnliche Tür wie die des Haupteinganges, unter einfacher Traufleiste und mit Keilstein mit sehr stilisierten dekorativen Motiven. Fassade und früher Giebel gut durch Öffnung in abnehmender Höhe erhellt, stichbogig mit trapezförmigem Keilstein mit angeschnittenen oberen Ecken. Fensterflügel mit dünnen Sprossen weitgehend erhalten. Abgewalmtes Ziegelsatteldach mit Aufschieblingen. Wenig tiefe Anbauten ohne Wert hinter dem Gebäude. (Quelle: Denkmälerverzeichnis) Da in einer Sammlung von Plänen des Architekten Laurenz Mefferdatis aus dem Aachener Stadtarchiv, ein Grundriss des Waisenhauses von Eupen erhalten ist, schreibt man es diesem gewöhnlich auch zu. Im Bau- und Kunstdenkmälerverzeichnis des Eupener Geschichts- und Museumvereins von 1976, ging man jedoch davon aus, dieses Gebäude entspreche in seinem Stil nicht der Bauweise des Laurenz Mefferdatis. Der erhaltene Grundriss stimmt nicht mit dem vorhandenen Bau überein. In seiner Mefferdatis Biographie berichtet Wilhelm Mummenhoff aus den Aachener Beamtenprotokollen, dass Mefferdatis nach Eupen, Verviers und Lüttich entsandt wurde, um sich über die Einrichtung der dortigen Waisenhäuser zu orientieren. Daher die Vermutung der Autoren des Geschichtsvereins: es handele sich bei dem Grundriss aus Aachen um den schon vorhandenen Bau. Mefferdatis wäre somit nicht der Architekt. Von dem einstigen Bauwerk des 18. Jahrhunderts besteht heute nur noch die Fassade. Das gesamte Haus wurde 1989 bis auf die Ostfassade abgebrochen.
Rotenberg 33
Eupen
4700
Belgien