Haus Kaperberg 8

Vorderfassade
Vorderfassade
Kamin Präsidentenzimmer
Eingangstür
Hauptgebäude von Osten
Ostfassade Lastenaufzug
Alte Ansicht
Verwaltungstrakt
Rückfassade
Giebelfassade nach Süden
 
Typologie Bürgerhaus
Stile Empire
Jahrhundert 19. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 15.03.1983
Jahr 1812
Kurzbeschreibung Das Gebäude wurde 1812 durch Christian Bernhard Sternickel, einem Eupener Tuchfabrikanten, im Empirestil erbaut und wechselte mehrfach den Besitzer. Am 29. Juni 1973 verkaufte die Familie des Industriellen Jean-Marie Henri de Spa das Haus an den belgischen Staat; dieser übertrug es der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Es diente der Deutschsprachigen Gemeinschaft von 1973 bis 2013 als Parlamentssitz. Um 1980 wurde ein hinterer Gebäudetrakt angebaut. Momentan steht das Gebäude leer, es soll jedoch in Zukunft das Staatsarchiv beherbergen.
Beschreibung

Großes Wohnhaus, das im Jahre 1891 an die Familie Peters, im Jahre 1906 an die Familie Grand Ry und deren Nachkommen übergeht. Hohe Blausteinfassade im Mauerverband von zweieinhalb Geschossen mit Querrillen, fünf Achsen symmetrisch um Mittelachse rechts, eine leicht zurückspringend als Hofeinfahrtachse links. Glatter Sockel, in zwei Abstufungen mit Kelleröffnungen. Im Parterre Rundbogenfenster als Auflager vorstehende Sohlbänke, Verschläge. Haupteingang in der Mitte über dreistufiger Treppe: zwei aufgesetzte, halbrunde dorische Säulen als Gewände, ein gewölbter und stummer Wappenschild im Keilstein des abgeschrägten Bogens; zwei Empiretürflügel; Oberlicht mit dünnen Sprossen in Strahlenform. In diesem Geschoß Sohlbänke für die Etagenfenster bildendes, breites Band über Gesims. In der ersten Etage hohe Rechteckfenster unter Gesims, das Mittelfenster als flacher Giebel über einem Fächermotiv. Über einem dünnen, die Gesimse dieser letzteren Fenster verlängernden Band, anderthalb Geschosse, Fenster mit einfachem Band bis zu den Gewänden. Unter dem Dach, über einem letzten profilierten Gesims, Dachgesims mit blinden Zwischenfeldern und Triglyphan. Flachbogen für den Eingang der Hofeinfahrt mit durch den ersten Rücksprung des Sockels herausgestellter Stütze; polygonale Prellsteine ähnlich denen, die die Terrasse zur Straße hin abgrenzen. Ursprüngliche Holzarbeiten (?). Rückfassade: zementierte Ziegel, einfachere Fenster, ein vorstehender nicht zentraler Fenstergiebel als Lastenaufzug unter vor- stehendem Walmdächelchen. Ochsenauge im Bereich des Dachgesims. In der weißen Ziegelwand des Südgiebels drei an die rechte Reihe Eckquader der Vorderfassade angelehnte und die Etage herausstellende Rechteckfenster. Ziegelsatteldach. Großes bzw. zu großes gestrichenes Holzgesims, das weitgehend vorne sechs Fenstergiebel verdeckt.(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Kaperberg 8
Eupen
4700
Belgien