Haus Marktplatz 8

Vorderfassade
Eingangstür im Rokokostil
Rückfassade zum Hof
Lastenöffnung
Fenster
 
Typologie Bürgerhaus
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 30.08.1984
Jahr 1750
Kurzbeschreibung Dieses Gebäude wurde 1750 im Couven-Stil für den Tuchfabrikanten André de Grand Ry erbaut. Die Inneneinrichtung des ehemaligen Kaufmannshaus ist gut erhalten, ebenfalls zu bemerken ist u.a. die Rokokohaustür. Hinter dem Haupttrakt auf dem Platz liegt ein U-förmiger Innenhof, flankiert von den ehemaligen Tuchlagern. Seit 1950 Sitz der Tageszeitung „Grenz-Echo“.
Beschreibung Ober einem den Kuebis im Jahre 1645 gehörenden Besitz, der dann den Bong und ihrer Nachkommenschaft bis 1747 gehört imposantes, wahrscheinlich durch die Familie Grand Ry erbautes Haus, die seit diesem Datum bis im Jahre 1779 Eigentümer bleiben. Dann den Ackens gehörend Gegenstand von Arbeiten, dann wieder den Grand Ry‘s in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Den Willdt, dann, nach dem letzten Krieg, der Tageszeitung Grenz-Echo. Wichtiges Haus auf dem Marktplatz im Zentrum der Oberstadt. Gegen Süden zum Platz Wohntrakt in drei Teilen, Parterre Blaustein, Etagen, Ziegel und Blaustein unter Schieferdach. Öffnungen mit Sturz als Auflager mit abgerundeten Enden. Mitteltrakt mit Eckquadern in Zahnschnittfolge, drei Achsen und zweieinhalb Geschosse. Neue Eisenarbeit im Parterre anstelle der Verschläge. Außergewöhnlich ornamentiert in Verbindung mit dem Blausteingeschoß und den Ziegeln. Über drei Treppen Tür mit Rocailledekor. In der Mitte des Sturzes quadratisches Feld in braunem Sandstein (wiederverwendet?) mit Emblem des Merkur. Hervorragend der Rocailleflügel und das Oberlicht. In der Rückfassade, nach demselben Schema, Kreuzsprossenfenster in den beiden ersten Geschossen, gekuppelt unter dem Dach: erste Hälfte oder Mitte des 18. Jahrhunderts. Über diesem Mitteltrakt und das Tuchlager beherbergend, hohes Dach mit Aufschieblingen kleiner Walm links, größerer rechts mit zwei Reihen Fenstergiebel mit Zinne und Ähre, in der Art der Fünf auf dem Würfel angeordnet, zwei und eins im Süden, ein Fenstergiebel mit Walm im Norden. Kamine mit Eckquadern in Zahnschnittfolge. Um ein halbes Geschoß niedriger und vielleicht neuer — wie es unter anderem das Aussehen der Hofzufahrt erahnen läßt, Seitentrakte mit zwei Achsen jeweils unter Schiefermansarddach. Zwei Fenstergiebel in der Steilfläche, einer in der flacheren Fläche zum Platz hin. Das Parterre auf der linken Seite der rundbogigen Hofeinfahrt mit ihren Verkröpfungen vorbehalten; Oberlicht und Gesims profiliert. Auflager abgetreppt hinten, unter zwei Etagenfenstern neueren Aussehens. Am Ende des Hofes, zwei Geschosse hoch und mit Öffnungen gleichen Aussehens wie die im Südflügel zum Platz hin, weite nach Süden hin geöffnete Dependenzen in U-Form und in ihrer Mitte von der Hofdurchfahrt durchbrochen. Ziegel und Blaustein zum Hof hin, Sandbruchstein hinten. Flaches Band unter dem Gesims. In der Achse, eine große überstehende Ladeluke in der Steilfläche des Mansarddaches mit Ziegeln und Schiefer. Sechs Achsen früher für den Mittelteil, eine in der Breitseite für die Flügel in tiefem Rücksprung mit fünf. Eigenartig (?)‚ das Portal auf der Schmalseite des linken Flügels, weil in scheinbarer Konkurrenz (?) zu den Seitenfenstern. Eckquader in gerader Folge. Anstelle des rechten Flügels neues Gebäude, breiter als dieser. Hinten zum Garten hin zehn Achsen und zwei Geschosse. Hier wie anderswo, nur drei Elemente für den Sturz scheinbar als Auflager. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Marktplatz 8
Eupen
4700
Belgien