Haus Werthplatz 5-7-9

Vorderfassade
Alte Ansicht, Eingangstür
Eingangstür
Kartusche über der Eingangstür
Vorderfassade Haus Nr. 7
Vorderfassade
Alte Ansicht
Rückfassade
Königlicher Erlass zur Unterschutzstellung vom 10. Mai 1983
 
Typologie Bürgerhaus
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 10.05.1983
Jahr 1747
Kurzbeschreibung Dieses prachtvolle Patrizierhaus, gelegen am Werthplatz, wurde im Jahre 1747 wieder aufgebaut. Dieses prunkvolle Herrenhaus Eupener Tuchfabrikanten bestand ursprünglich aus zwei Teilen, wie man heute noch an der Fassade erkennen kann. Zur Eingangstür führt eine breite ausgebauchte Vortreppe mit fünf Stufen. Die blausteinumrahmten Fenster mit ausgebauchtem Keilstein sind mit Rocaille (muschelförmige Ornamente) verziert.
Beschreibung

Im Jahre 1747 den Römer gehörendes Haus, das aus dem Besitz dieser Familie geht, um 1836 Eigentum Peters zu werden, dann mehrmals den Besitzer zu wechseln bis in unsere Tage.Hinter gemeinsamer Fassade zwei ursprüngliche Teile, die dieses früher gestrichene Ensemble bilden, elf Achsen und drei Geschosse in abnehmender Höhe, Ziegel und Blaustein: sechs Achsen rechts - das Herrenhaus - mit dritter breiterer Achse für den Eingang, fünf Achsen links mit früher Türe in der dritten, und Wagendurchfahrt heute noch in der fünften und sechsten. Blausteinsockel im Mauerverband. Eckquader in gerader Folge, die sechs Hauptachsen begrenzend. Fenster mit stichbogigem Sturz mit angeschnittenen Kanten und ausgebauchtem Keilstein, mit Rocaille geschmückt. Holzwerk in der Art des 18. Jahrhunderts mit dünnen Sprossen. Die Futterquersprosse von einer der Öffnungen, die des Eingangs der rechten Seite im dritten Geschoss früher auf halber Höhe des Fensters (wie alle anderen ursprünglich?). Unter den Fenstern der drei Geschosse die Fassade animierend indem sie das Licht festhalten, ausgesägte Kartuschen in den Fensterbrüstungen. Anstelle von einer von diesen, über dem profilierten Umriß des Eingangs, Giebel unter von Voluten gerahmten Gesims, in einem Rocailledekor und Kartuschen, die Jahreszahl 1747 und das Wappen Römer-Timus. Zu dieser Tür mit angepasstem Flügel unter seltsamem Oberlicht des 19. Jahrhunderts hinführend und flankiert von zwei kleinen bearbeiteten Kartuschen des Treppengebälks, breite ausgebauchte Vortreppe mit fünf Stufen. Auf der linken Seite, über dem alten Eingang, ein gefälliges Monogramm: A(RNOLD) R(OEMER) in der Kartusche der Fensterbrüstung der ersten Etage. Wageneinfahrt, rundbogig, einfach: Postamente, Oberlicht, Keilstein mit Rocaillemotiv. Steingesims unter der profilierten und gestrichenen Dachrinne in Holz vom Ende des 19. Jahrhunderts. Ziegelsatteldach mit kleinen Walmen. Heute verschwundene Fenstergiebel zweier Formate. Hinten, fünf Achsen symmetrisch um Mittelachse für die Nordseite, anstatt der sechs in der Fassade. Sandbruchstein und Blaustein. Eckquersack. Fensterrahmungen weniger gepflegt, von erstaunlicher Struktur. Gewände in zwei Steinen an einem Treffpunkt, das Ende einer ungewohnten Holzquersprosse zeigend. Außer in der Mittelachse Angeln und Anschläge von Verschlägen unter dieser heute verschwundenen Quersprosse jeder Öffnung, außer des Eingangs. Stärker ausgeprägt als in der Vorderfassade leichter Vorsprung für die Keilsteine. Holzwerk des 19. Jahrhunderts, nicht mehr der halben ursprünglichen Höhe entsprechend. Drei unregelmäßige Achsen für die Südseite, Blaubruchstein, ähnliche Rahmungen, jedoch ohne Quersprosse und Anschlag von Verschlägen, Gewände aus zwei ungleichen Steinen, Agraffen um Stürze zu halten. Im abgewinkelten Rücksprung vom Süden nach Westen vierzehn Achsen, von 1790 im Keilstein eines dreifachen Eingangs datiert, die Räumlichkeiten zur Verarbeitung von Wolle. Zwei Teile (?): zwei Geschosse für die sieben linken Achsen, drei für die rechten. Stichbogiger Sturz, überstehender, leicht vorspringender und profilierter Keilstein. Im Parterre, neben den Fenstern und Türen der dreifachen weiter oben erwähnten Öffnung, Wagendurchfahrten und profilierte Oberlichter in der zweiten, sechsten und achten Achse.(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Werthplatz 5-7
Eupen
4700
Belgien