Burg Groß Weims

Vorderfassade, Herrenhaus
Alte Ansicht
Seitenfassade
Dach nach Norden
Seitenfassade: Nord-Westfassade
Ehemalige Schießscharte
Herrenhaus
 
Typologie befestigtes Wohnhaus
Historischer Zeitabschnitt Mittelalter
Jahrhundert 14. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 21.12.1988
Kurzbeschreibung Die imposante Wasserburg hinter zwei langen parallelen Wirtschaftsgebäuden und einer Baumallee wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Das Hauptgebäude war früher nur über eine Zugbrücke erreichbar. Heute ist das Gebäude noch an drei Fassaden von einem Wassergraben umrahmt.
Beschreibung

Schloss Weims gehört zu Beginn des 15. Jahrhunderts der Familie Von Weims, genannt Von den Wambach. Im Jahre 1448 kauft es Thomas Malherbe von Libermé, dann 1490, befindet es sich in Händen der Elisabeth von Libermé-Weims und ihres Gatten, Johann van der Hagen, dann seiner Tochter. 1551 geht das Gut an den Sohn von deren zweiten Gatten, Wilhelm von Hirtz. Dieser ist es, der den heutigen Wohnturm errichtet, der bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts im Besitz dieser Familie bleibt. 1651 werden wichtige Restaurierungen notwendig und die Gräben, die die Wirtschaftsgebäude umgaben, werden zugeschüttet. Der Schuldner des Johann Hermann (Thierry) von Hirtz erwirbt 1678 den gesamten Besitz, dann geht er auf seine Kinder über und wird 1710 an Henrika von Brandt, Witwe von Winand von Lenen, verkauft. Im Laufe der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert in Händen der Berghe von Trips, dann der Rasquin, die Veränderungen vornehmen, dann der Poswick. Im Besitz der Grand Ry im Jahre 1900, dann der Miessen im 20. Jahrhundert.Massiv, quadratisch und wenig hoch, zweigeschossiger Turm in Sandbruchstein mit wenigen Blaubruchsteinen, mit Eckquadern und abgestuftem Sockel. In der nach Nordosten orientierten und früher über eine Zugbrücke erreichbaren Hauptfassade, rundbogige Eingangstür zwischen zwei vorspringenden Pfeilern, die den Anschlag des Brückenbelages begrenzen. Darüber Oberlicht und kleine rechteckige Öffnungen vom Anfang des 18. Jahrhunderts mit geradem Sturz, beinahe bei allen durch trapezförmigen Keilstein durchbrochen. Einige, die ursprünglichen Öffnungen anzeigende Entlastungsbögen. Vier ungleichmäßig beieinanderliegende ähnliche Öffnungen im Nordwesten und Öffnungen mit abgetrepptem Sturz. Zwei Schießscharten im Südosten, wovon eine im Sockel vermauert. Zwei teilweise veränderte Öffnungen mit Sattelsturz des 16. Jahrhunderts und andere verschiedenartige und veränderte Öffnungen aus der gleichen Zeit, wie die der Nordost- und der Südostwand. Die Südwestfassade interessanter, mit mehreren Schießscharten in Höhe des Sockels und in der Etage, eine schmale vermauerte Quersprossenöffnung, und Spuren von früher durch schwere blausteinerne Kragsteine gehaltene Aborte. Rüstbalkenlöcher unter dem auf Klötzen ruhenden Ziegeldach mit langen Walmen. Früher ebenfalls von Wassergraben umgebene Wirtschaftsgebäude, bestehend aus zwei langen und veränderten Flügeln verschiedener Epochen. Am Ende des Westflügels, zum Wohnturm hin, durch Ziegel und Fachwerk erhöhter Blaubruchstein mit Wagenschuppen unter Heuboden. Ende 16.- Anfang 17. Jahhundert. Sehr interessante rundbogige Wageneinfahrt mit vorspringenden, im rechteckigen Anschlag eingeschriebenen Kämpfern, früher zur Aufnahme der Zugbrücke bestimmt. Neuer, den linken Teil dieser Fassade verdeckender Anbau. Bedeutende Veränderungen am Mauerwerk, früher Fachwerk in der Etage, und an den Öffnungen der übrigen Teile dieses Flügels mit dem Wohnteil, zum Hof hin ein von 1761 durch Ankereisen datiertes Parterre in Bruchsteinen. Neues Gebäude in Verlängerung des ersten. Ziegelsatteldächer. 1899 erneuerte Flügel mit Ställen unter Heuboden gegenüber. Weit überstehendes, von Konsolen gestütztes Pfalzziegelsatteldach.(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Weimserstraße 52-54
Kettenis/Eupen
4701
Belgien