Schloss Libermé

Brunnen aus Bruchsteinmauerwerk
Dreigeschossige Fassade: (Süd-Ostfassade Wasser)
Seitenfassade zur Brücke
Hoffassade
Vorderfassade zum Hof
Kleiner Balkon aus Holz vorgelagert
Torfassade
Brücke mit drei Kreisbögen
Rückfassade
Rückfassade zum Hof
Vorburg - Stall nach Süd-Ost
Abänderungserlass_Schloss Libermé_ 19. Juli 2013
 
Typologie Schloss- und Herrenhaus
Jahrhundert 14. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 24.12.1958
Datum Zusatz Das Wasserschloss ist als Denkmal geschützt.
2. Datum der Unterschutzstellung 10.10.1985
Jahr 1334
Kurzbeschreibung Diese beeindruckende Wasserburg wird 1346 erstmals erwähnt. Das Schloss Libermé war ein von Kettenis getrenntes Lehen, welches dem Aachener Marienstift unterstand. Im 16. Jahrhundert wurde es umgebaut, 1684 von französischen Truppen niedergebrannt, wieder aufgebaut, im 18. Jahrhundert erneut abgebrannt und aufgebaut. Zu Beginn der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts komplett renoviert. Die Vorburg mit Bauernhof stammt aus dem 16. Jahrhundert.
2. Datum Zusatz Die Torburg ist als Denkmal geschützt.
Beschreibung Schloß mit L-förmigem Grundriß, abseits der Straße und isoliert gelegen, umgeben von Wassergraben, mit dem hervorragenden Hof durch eine kleine Steinbrücke über dem Graben verbunden. Im Besitz Arnolds von Libermé im Jahre 1346, bleibt das Anwesen in Händen dieser Familie bis um die Mitte des 15. Jahrhunderts Carsilis aus Eupen erwirbt es dann und übergibt es Johann und. Baudouin von Birgel und Werner von Palant. 1453 geht es an Gottfried von Palant und dann an Johann Bertolf von Hergenrath, Ehegatte Agnes Poleyns aus Kettenis. Das Schloß gehört dann nacheinander Gerhard von Kaldenbach, dann 1531 Hermann von Battenburg, der anstelle der alten Burg das neue Schloß sowie die heute noch intakte Torburg errichten läßt. Alles geht an seine Erben, dann, zu Anfang des 17. Jahrhunderts, an Katharina von Presseux, Ehegattin Johanns von Halley. Der Besitz bleibt bis 1687 bei dieser Familie. Maximilian von Estembecque erwirbt ihn und schenkt ihn seiner Tochter, die mit Thomas von Royer verheiratet ist. Diese übergibt ihn an ihre beiden Söhne, Alexander und Maximilian Thomas, die ihn verändern, indem sie die Südostfassade erneuern und die Zugbrücke 1756 ersetzen. Danach erwirbt Peter André Wilhelm Joseph Poswick den Besitz, den er 1823 an Wilhelm Heinrich The Losen weiterverkauft. 1918 durch Edwin Suermondt erworben, der zahlreiche Veränderungen anbringt: Erhöhung des Südwestflügels, Ersetzen des Fachwerks sowie der Fenster im Nordwesten. Schloß. Immer noch von seinem gut gepflegten Wassergraben umgeben zeigt es L-förmigen Grundriß und einen kleinen, sehenswerten, über eine dreibogige steinerne Brücke der Mitte des 18. Jahrhunderts erreichbaren Vorhof. Eingefugtes Blaubruchsteinmauerwerk. Zur großen Straße hin zweigeschossige Hauptfassade in sechs Achsen über seitlicher Treppe zum "Bel Etage" mit neuen Öffnungen, gleich denen der Etage. Kurz vor der Treppe Kellertür mit als Sturz wiederverwendetem Stein mit Wappen der Familien Battenburg, Straet und Libermé, durch einen Fries aus kleinen Akkoladen untereinander verbunden. Im Vorsprung, früher niedriger Südwestflügel, in dessen Kellergeschoß eine Tür und eine kleine Öffnung des 16. Jahrhunderts mit Sturz als Eselsrücken. Öffnungen der Etage erneuert. Im Südostgiebel zwei quadratische Fensterchen mit Quadersteingewänden und neue Öffnungen in der Etage. Südwestfassade blind und durch drei Strebepfeiler gestützt. Langer Nordwestflügel, Bruchstein in den beiden ersten Geschossen Wenige Rechteckfenster im Parterre und Quersprossenfenster im "Bel Etage". Das letzte Geschoß 1918 erneuert: Ersetzen des Fachwerks durch zementiertes Mauerwerk, jedoch unter Beibehaltung der Kragsteine. Dieselbe Veränderung im Nordostgiebel, wo ebenfalls die erste Etage verändert ist. Als Deckung gebrochene Cherbains, abgewalmt, mit zahlreichen Fenstergiebeln. Vorburg (und Bauernhof): Die bemerkenswerte Vorburg entstammt dem 16. Jh. Zwischen schweren Rundtürmen Wohnhaus aus derselben Zeit, das Portal nach Westen hin verlängernd. mit kurzem, charakterlosem Flügel im Südosten und schließlich einer langen Konstruktion mit den ehemaligen bäuerlichen Funktionen im Norden. Nach außen hin einfaches, mit Ziegeln erhöhtes, von rundbogigem Portal hinter Prellsteinen durchbrochenes Bruchsteingebäude. Neuere Fenster in der Etage. Nordwand: in den rechteckigen Rahmen der Zugbrücke eingefügtes Rundbogenportal mit zwei dicken Blausteinen davor, die die herabgelassene Brücke stützten, was darauf schließen läßt, daß auch der Hof von Wasser umgeben war. Auf zwei seitlichen Wölbsteinen des Rundbogens, fein eingemeißelte Wappen der Battenburg links und der Straet rechts. Zwei große spitzbogige Arkaden in Bruchstein über der Öffnung. In der Etage kleine rechteckige Öffnung aus der Achse, aus wiederverwendeten Materialien erstellt und Sturz mit gotischer, gemeißelter Inschrift in Banderolen mit dem Datum 1534 und den Namen der Erbauer: Straet und Battenburg. Unter dem hohen Satteldach mit Aufschiebling, Erhöhung in Ziegeln. Beidseitig, halb eingelassene, dicke runde Ecktürme in Blaubruchstein über hohem, zweifach eingekerbtem Sockel. Seltene und kleine Rechtecköffnungen. Hohe achtseitige Schieferdächer mit Aufschiebling, die in das Satteldach des Eingangs übergehen. In dessen Verlängerung Wohntrakt der gleichen Zeit, im Norden noch mit kleinen Rechteckfenstern und schweren, gehauenen Gewänden nahe einer anderen, vermauerten Öffnung. Ziegelumrandete Öffnungen in der Etage. Blinder, von Strebepfeilern gestützter Giebel. Südfassade völlig verändert. Ziegelsatteldach. Im Norden sich ausstreckender, langer Blaubruchsteinflügel, heute zu Wohnzwecken völlig verändert, mit früher einer Scheune links, Ställen unter Heuboden in der Mitte und einem Wohnteil rechts. Ankereisen, diesen Teil auf das Jahr 1835 datierend. S-Ziegelsatteldach. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Aachener Straße 302
Kettenis/Eupen
4701
Belgien