Kirche St. Katharina

Südwand des Turmes
Turm, Südwand außen: Uhr
Dachreiter mit schmiedeeisernem Kreuz
Turmwand aus Blausteinquadern
Ostwand
Statue der hl. Katharina
Seitenschiff: Kreuzgewölbe
Seitenschiff: spätgotische Konsole
toskanische Säule
Orgelempore
 
Typologie Kirche
Stile Gotik
Jahrhundert 15. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 04.08.1978
Jahr 1407
Kurzbeschreibung Die Kirche St. Katharina in Kettenis ist ein interessantes gotisches Gebäude des 14. oder 15. Jahrhunderts. Ausgestattet ist sie mit einem Hochaltar des Aachener Barockbaumeisters Johann Josef Couven und mit einem Altarbild des kurpfälzischen Hofmalers Francesco Bernardini (1697–1762).
Beschreibung Inmitten eines eingefriedeten Kirchhofs mit von schönen Blausteinpfeilern gerahmtem Eingang, anstelle eines ursprünglichen Baus an anderer Stelle, 1407 als "Alte Kirche" bezeichnet. Wichtige Arbeiten in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, mehreren Jahrzehnten sowie einem Fragment der Grabsteininschrift des Architekten: "(B)AUMEISTER ONS HUYS ANNO 1543" zufolge. 1648 Loslösung von der Mutterpfarre Walhorn. Am Ende des 17. und während des 18. Jahrhunderts wurden noch Arbeiten ausgeführt. In einem ersten Geschoss, dessen Sockel und Abschluss durch abgestuften Rücksprung begrenzt sind höher und schwerer, im Grundriss quadratischer, blausteinerner Turm im Westen mit Eckquadern, restauriert, und im oberen Geschoss in Sandstein erhöht. 14. oder 15. Jahrhundert. Mehrere Fenster mit Sturz als Mitra. 1711 Restaurierung und Verstärkung durch Anker. Im oberen Teil, auf jeder Seite, zwei gekuppelte rundbogige Öffnungen mit Quadergewänden und Schalllöchern. Profiliertes Steingesims unter der Dachrinne. Achteckiger Schieferturmhelm über zurückliegender Traufe. Nicht gleichzeitig mit dem Turm erbautes, seitlich in der Achse verschobenes blausteinernes gotisches Langhaus in Werkstein mit vier durch Strebepfeiler getrennten Joche. Gute blausteinerne Fenster mit profilierter Rahmung, später zu Rundbogen umgearbeitet, früher spitzbogig (?). Im Jahre 1772 Brechen von zwei neuen Fenstern im Westen. Schiefersatteldach über den Chor verlängert, am Ansatz der Seitenschiffe leicht gebrochen. Gotischer Chor mit Kreuzrippengewölbe und dreiseitiger, durch Strebepfeiler gestützter Apsis, Ende 15. oder Anfang 16. Jahrhundert, vielleicht 1523 oder 1524, durch die Inschrift "ANO DNIMDXX"? im bearbeiteten Sturz in zwei übereinander liegenden Akkoladen der kleinen profilierten Tür nahe dem Zusammentreffen mit dem Mittelschiff im Südwesten datiert. Noch vorhanden sind die Spitzbogenfenster, einzig das in der Achse innerlich vermauert. Über dem Deckungsschnittpunkt der drei Seiten der Apsis Glockentürmchen von 1928 anstelle des ersten von 1772. Innen, Mittelschiff mit Kreuzrippengewölbe mit Rippen und Nebenrippen, zwei wahrscheinlich spätere Seitenschiffe, von 1515 in der Sohlbank des zweiten südlichen Fensters datiert. Gewölbeschlusssteine mit dem Wappen Schuyl, Wambach, Pallandt usw. Säulen mit 1760 aufgesetzten toskanischen Kapitellen. Taufkapelle und Eingang zum südlichen, an den Turm angesetzten, auf 1691 im Westen datierten Seitenschiff. Vor diesem Eingang , durch Chronogramm auf 1842 datiertes Portal. Angebaute Sakristei im Norden des Chores. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Winkelstraße
Kettenis/Eupen
4701
Belgien