Philippenhaus

Vorderfassade
Teich an der Nordseite
Vorderfassade
Alte Ansicht
Zufahrt mit Blausteinpfeilern
Giebelfassade
Rückfassade
 
Typologie Herrenhaus
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 21.12.1988
Jahr 1767
Kurzbeschreibung An der Stelle des großen Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert war ursprünglich eine Wasserburg mit dem Namen Hof Merols. Von der Wasserburg sind nur einige Spuren der Gräben im Nordwesten übrig geblieben. Der Kaufmann Philipp zu Aachen kaufte den Hof Merols von dem Probst Johann Mathieu Claessen und änderte den Namen in Philippenhaus. Das Philippenhaus ist über einen Weg, dessen Eingang durch zwei schwere quadratische Blausteinpfeiler begrenzt ist, erreichbar.
Beschreibung

Die ursprüngliche Wasserburg, unter dem Namen Hof Merols bekannt, gehört im 15. Jahrhundert den Karsilis aus Eupen. Im Laufe dieses Jahrhunderts geht sie dann an Johann von Libermé, an Johann Scheiffart und dann an die Familie von Hagen, die sie bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts behält. Durch Heirat geht das Gut dann an die Berghe von Trips. Wilhelm von Berghe von Trips verkauft den Besitz an Jakob Alexander von Royer, der 1767 damit beginnt, den jetzigen Bau zu erstellen. Dann geht er an seine Nichte und wird später durch Franz Josef Van den Daele gekauft. Er geht an Johann Josef Philipp, der ihm seinen Namen gibt und ihn bis 1835 behält. Dann in Händen des Probst Johann Mathieu Claessens, seiner Erben, der Nyssen und schließlich der Frau Belderbos-Schaaf und ihrer Erben. Rechteckiger Grundriß, zwei Geschosse in Ziegeln und Blaustein, fünf Achsen symmetrisch um Mittelachse in der südwestlichen Hauptfassade, blausteingerahmt: Sockel mit zwei Reihen schwerer gut behauener Bruchsteine, Eckquader in gerader Folge, flaches Band unter dem Dach. Mittelrisalit ebenfalls mit Eckquadern in gerader Folge. Rundbogiger Eingang mit breiter, profilierter Rahmung und mit großem als Muschel gearbeitetem Keilstein über neuer Treppe, darüber eine Traufleiste, welche die Form des Sturzes unterstreicht. Große stichbogige Öffnungen und trapezförmiger Keilstein. In der Rückfassade mit sechs Achsen ähnlicher Fenster, Eckquader in Zahnschnittfolge und Rüstbalkenlöcher. Die Giebel ebenfalls durch zwei Achsen und ziegelgerahmte Ochsenaugen erhellt. Hohes Pfalzziegelsatteldach mit langen Walmen sowie Aufschieblingen mit zwei Kaminen mit Blausteineckquadern in Zahnschnittfolge. Die Umgebung durch neuere Bauten großer Wirtschaftsgebäude verunstaltet.(Quelle: Denkmälerverzeichnis)

Hochstraße 272
Kettenis/Eupen
4701
Belgien