Haus Werthplatz 2

Vorderfassade
Vorderfassade
Seitenfassade
Alter Kamin
Mauer mit Torbogen
Gedenkstein
Alte Ansicht
 
Typologie Bürgerhaus
Jahrhundert 17. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 25.03.1983
Kurzbeschreibung Das Anfang des 17. Jahrhunderts erbaute Haus Tonnar stand im 19. Jahrhundert als Gast- und Wirkungsstätte des Heimatdichters August Tonnar (1827-1909) im Mittelpunkt des Eupener Kulturlebens. Heute befindet sich das Medienzentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft in den Gemäuern.
Beschreibung Das Haus, das bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts Eigentum der Familie Römer war, ging durch Tausch 1710 an Abraham Bong, dann, 1714, an dessen Schwager Gilles Klebanck. Weiterverkauf dieses „Kneukel“, genannten Anwesens 1766 durch dessen Witwe an J. Th. Cardol, der es noch im gleichen Jahr dem Dr. P. J. Clesgens überläßt, im Jahre 1786, Verkauf an J.W, Schiebeler (Scheibler) durch die Witwe Clesgens. 1826 gehört es dem Tuchmacher L. Peters, 1839 dem Tuchmacher A. Sommer. Wohnhaus des Arnold Tonnar seit 1852, dann seines Sohnes, dem Dichter August Tonnar bis zum Jahre 1909, schließlich dessen Schwiegersohn Ferd. Neuhaus. Im Jahre 1927 gehört es Fridolin Kim, dann der Familie Heck. Früher weiß und mit vielleicht späten Verschlägen in zwei Geschossen im Süden, drei im Westen, interessantes Eckhaus mit je vier Achsen pro Fassade, drei Geschosse, mit hohem Dach des 17. Jahrhunderts mit S-Ziegeln. Walm, Fenstergiebel und Aufschieblinge. Kamin im First des Walmes mit Eckquadern als Quersack. Erstes Geschoß Blaustein, im Süden im Verband, Bruchstein im Westen. In diesem Geschoß anstelle von Öffnungen des 17. Jahrhunderts, von denen einige Überreste zu sehen sind, Fenster mit Rahmungen des 18. Jahrhunderts, Gewände in zwei Teilen, Stichbogen mit überstehendem und vorstehendem profiliertem Keilstein. Darüber, anstelle vielleicht von Fachwerketagen, wovon deren verkleidet oder mit Zementputz im Norden und Osten noch bleiben, zwei Ansichten aus Ziegeln und Blaustein aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Wie die Fensterumrahmungen des unteren Geschosses, Eckquersack, die Achsen zwei zu zwei gruppiert. Mit zwei Stufen, Eingang im Nordgiebel, um 1700 (?): Pfosten in drei Teilen, ovale Öffnung im Sturz mit eingelassener Verglasung. Rundherum, Fenster neueren Datums. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Werthplatz 2
Eupen
4700
Belgien