Burg Raeren

Eingangsportal
Burg Raeren
Alte Ansicht, Bergfried
Eingangsportal
Giebelfassade zum Burggraben
Eingangsportal
 
Typologie Burg
Historischer Zeitabschnitt Spätmittelalter (1250 bis 1520)
Jahrhundert 14. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 20.05.1950
Jahr 1474
Kurzbeschreibung Nahe dem Zusammenfluss des Periolbaches mit der Iter befindet sich diese Wasserburg vom Ende des 14. Jahrhunderts, die teilweise auch heute noch von einem Wassergraben umgeben ist. Die ursprüngliche Burg war vom Aachener Marienstift abhängig, ihr erster bekannter Eigentümer war Johann von Alensberg im Jahre 1474. Tiefgehend verändert und vergrößert wurde die Burg 1583 von Philip von Lomont, Drossard von Walhorn. Vor allem veränderte er den ursprünglichen Bergfried, indem er ihn nach Osten hin vergrößerte und die Ecktürme sowie die Beringmauern, Wirtschaftsgebäude und ein Portal beifügen ließ. Gleichzeitig wurde auch ein Teil der Gräben im Süden zugeschüttet. Weitere Veränderungen wurden, u.a. an den Öffnungen des Wohnhauses, während der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unternommen. Das Portal wurde im 19. Jahrhundert erbaut und die Nordseite des Bergfrieds sowie die Türme im 20. Jahrhundert.
Beschreibung Das herausragende Ensemble in Blaubruchstein zeigt einen beinahe viereckigen Plan, mit im Nordosten dem robusten Wohnteil zwischen runden Türmchen verschiedener Größe und im Südosten und im Südwesten, Wirtschaftsgebäude mit dicken runden Türmen an den äußeren östlichen und westlichen Ecken. Zwischen einigen Linden Zugangsweg über eine Brücke in Blausteinmauerwerk über den Wassergraben zum Portal im Bering hin. Über dem Portal, einem Rundbogen mit überstehenden Wölbsteinen, zwischen zwei gusseisernen Töpfen, befindet sich ein kleiner gestutzter Giebel mit Wappen Peter-Joseph Nys und Anna-Theresa Van der Gracht, Eigentümer des Gutes von 1791 bis 1830. In den Ecken des Portals wieder eingesetzt, befinden sich Wappensteine der Familien Bock und Lomont mit den Initialen J.B. und F.L. Seit 1963 das Töpfereimuseum beherbergender großer Wohntrakt, dessen beide Teile, des 14. und 16. Jahrhunderts, auf der Hofseite vereinheitlicht sind durch Öffnungen, die im 18. Jahrhundert alle erneuert wurden. Hinter einer kleinen Brücke, die den Wohntrakt mit dem Hof verbindet, Tür mit geradem Sturz mit sprechendem Wappenschild, darüber Oberlicht, dessen oberster Teil auf 1583 datiert ist, unter einem dicken profilierten Gesims unter naiver Figurendarstellung unbestimmter Epoche. Das gleiche Datum auf einem Stein im unteren Teil der Fassade, rechts der Brücke. Öffnungen der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in abnehmender Höhe, stichbogig mit Keilstein über monolithischen Gewänden. In der Nordostfassade ursprünglicher Bergfried als Rücksprung. In der Etage zwischen den Öffnungen des 18. Jahrhunderts sichtbar, alte vermauerte Öffnungen: Quersprossenöffnung mit Sturz als Mitra links und Rechteckfenster mit Sturz als Halbmond rechts. Nordwestseite mit zwei im 19. Jahrhundert gebrochenen neugotischen Fenstertüren, die sich zu einem Balkon hin öffnen, der durch ein schmiedeeisernes Geländer geschützt ist. Tiefer, eine Öffnung mit Sturz als Mitra erhalten. An die Ecken dieser Fassade angelehnte, rundbogige Türme abnehmender Höhe mit darüber Zinnen. Nordtürmchen, 1902 erbaut, und großer Westturm, neuer in seinem oberen Teil. In der Ecke zwischen dem ursprünglichen Bergfried und dem Gebäude des 16. Jahrhunderts, kleiner runder Turm alter Machart unter Cherbains-Dach oktogonalen Querschnittes. Einige vermauerte Öffnungen. Den ursprünglichen Bergfried nach Osten hin verdoppelnder Bau des 16. Jahrhunderts, ebenfalls auf der Nordostseite in seinen Öffnungen des 18. Jh.s verändert: stichbogige Öffnungen mit Keilstein, die kleine Öffnungen mit Sturz als Mitra ersetzen, wovon drei noch zwischen den jetzigen Fenstern des Parterre sichtbar sind. Über dem gesamten Wohnteil hohes abgewalmtes Schiefersatteldach mit Aufschieblingen über Klötzen. Weitgehend durch Brand zerstörte und 1865 wieder aufgebaute Wirtschaftsgebäude. Die meisten Öffnungen erneuert. Ziegelsatteldächer. Schwere Ecktürme ausgespart, Ostturm mit dicker Mauer, zur Straße hin von zwei rechteckigen Öffnungen wahrscheinlich des 19. Jh.s durchbrochen. Spitzes achtseitiges Schieferdach mit starkem Aufschiebling. Ein ähnliches Dach deckte früher den Westturm, der heute in Zinnen endet. Erneuter Brand im Jahre 1982, der den Südwestflügel arg in Mitleidenschaft zog.
Burgstraße 103
Raeren
4730
Belgien