Haus Raeren

Vorderfassade
Alte Ansicht, vor 1945
Umgebung
Tor zur Burgstraße
Bruchsteinbrücke über Wassergraben
 
Typologie Burg
Jahrhundert 15. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 16.09.1987
Jahr 1443
Kurzbeschreibung Hervorragend erhaltene, wenig veränderte Wasserburg in schöner Umgebung, die noch von ihrem durch die Iter gespeisten Wassergraben umgebenen ist. Imposanter Bergfried rechteckigen Grundrisses als Wohnturm in Blaubruchstein, heute mit hohem vierseitigem Schieferdach, das in einer Plattform endet.
Beschreibung Wahrscheinlich Sitz der ursprünglichen Herrschaft, ist Haus Raeren zu Beginn des 15. Jahrhunderts im Besitz des Carsilius von der Roetschen, dann im Jahre 1443 seines Schwagers, Emerich von Bastogne. Es ist sein Sohn, Emerich, Ehemann der Johanna von Hochkirchen oder er selbst, der die jetzige Wasserburg errichtet. Dann geht das Gut an die Familie von Schwartzenberg, in deren Besitz sie während zwei Jahrhunderten bleibt. Durch Heirat geht es an die Familie von Belven über, dann im 18. Jahrhundert, an die Schwartzenberg zurück bis im Jahre 1841. Von 1841 bis 1917 gehört es den Familien Flamm, Jardon und Nöcken. Heute gehört Haus Raeren der Witwe und den Kindern des Malers Andre Blank, der es von seinem Vater erbte. Im Osten Hauptfassade mit davor kleinem gepflasterten Hof und einer alten Steinbrücke mit zwei Bögen über dem Wassergraben. Veränderungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: neue Öffnungen in der Fassade, drei Geschosse mit drei Achsen Öffnungen, stichbogig mit überstehendem Keilstein, in abnehmender Höhe. Tür mit hölzerner Quersprosse im Oberlicht, dessen Öffnung mit Fenster des Künstlers. Gleiche Art Fenster in der Nordfassade mit noch Spuren der ursprünglichen Öffnungen: zwei Schießscharten unter den Fenstern des Parterre, unter dem jetzigen Dach, zwei Wasserspeier und Reste eines früher von Blausteinkonsolen getragenen Verteidigungswerkes, noch unter den symmetrischen kleinen Öffnungen sichtbar. Gleiche Vorkehrungen in der Süd- und Westfassade. Ebenfalls im 18. Jahrhundert verändert, die Westfassade, mit vier stichbogigen Öffnungen mit Keilstein, Schießscharten unter denen des Parterre. Kleine quadratische Öffnung im ersten Geschoß (18. Jahrhundert?) und, ein wenig darüber, ursprüngliches vermauertes Fenster mit Sturz als Satteldach. Gleiches Fenster im dritten Geschoß, nahe einer Öffnung gleicher Größe mit verwittertem Sturz. Andere Spuren wenig sichtbarer alter Öffnungen in der Fassade. Keine wichtigen Veränderungen im Süden, mit vier gleichmäßig aufgereihten kleinen Öffnungen des 15. Jahrhunderts mit grob gehauenem Sturz als Satteldach, wovon zwei vermauert. Schießscharten und über der rechten kleine vermauerte Öffnung. Noch im Süden, im Westen und im Norden unter dem Gesims sichtbare Dachrinne, mehrheitlich vermauert oder in kleine viereckige Öffnungen verändert. Vollständige "Wiederherstellung" des Innenraumes zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Ausschmückung eines Saales im Parterre. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Personen
Burgstraße 96
Raeren
4730
Belgien