Knoppenburg

Knoppenburg
Süd-Ostfassade
Hauptgebäude Süd-Ostfassade zum Park
Blausteintreppe
Südturm
Alte Ansicht
Hauptgebäude vor 1975
Baumallee
Rückansicht
 
Typologie Burg
Jahrhundert 16. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 17.11.1989
Kurzbeschreibung Am Ende einer Kastanienallee befindet sich ein großer befestigter Hof im Viereck mit zwei runden Türmen im Norden und Westen. Im 16. Jahrhundert war die Knoppenburg als "Hof op der Heyde" bekannt und wurde wahrscheinlich zu dieser Zeit auch von dem Gut Belven getrennt. Sie gehörte anschließend Bertolf von Belven und seinen Nachkommen. 1615 wurde die Burg von der Familie Vischer gekauft, die weitere Bauwerke an der Burg errichteten, die heute nicht mehr vorhanden sind. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ging die Knoppenburg in die Hände des Lambert Xavier Lamberts, Intendant der Provinz Limburg. Ende des 18. Jahrhunderts wurden eine neuer Wohnkörper durch die neuen Besitzer, die Familie de la Saulx, errichtet sowie Veränderungen an den Fassaden der Wirtschaftstrakte sowie der Türme vorgenommen. lgnaz Joseph de la Saulx war in der Franzosenzeit u.a. Vorsitzender der Malmedyer Stadtverwaltung wie auch Gerichtspräsident des Apellhofs zu Köln. Über der Eingangstür des Wohntraktes befindet sich ein Wappenschild mit dem Wappen der Familie de la Saulx. Auf dem Dach findet sich ebenfalls das Wappen der Familie, in Wetterfahnen eingearbeitet.
1998 wurde die Knoppenburg umgebaut.
Beschreibung Zu Beginn des 18. Jahrhunderts geht die Knoppenburg in die Hände des Lambert Xavier Lamberts, Schuldner der Familie Vischer, dann an Peter lgnaz Joseph de La Saulx in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Dann geht sie durch Heirat an die Heinsberg, dann an die Blanckart. Das Eigentum wurde 1936 an Joseph Heinrich Wilhelm von Laar verkauft. Sich im Südosten erstreckender, großer Wohnteil mit zwei Geschossen und sieben Achsen, die Fassade symmetrisch um Mittelachse, mit davor einer Terrasse, die gänzlich zementiert ist. Große Fenster mit geradem Sturz, früher mit Kreuzsprossen. Über der Eingangstür, Wappenschild mit den Wappen der Familie de La Saulx. Viel schönere und zu einem bezaubernden Park hin geöffnete Rückfassade in Blaubruchstein (1. Geschoß) und in Ziegeln (in der Etage), zwischen Eckquadern. Fenster der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, stichbogig mit Keilstein in abnehmender Höhe. Neue Tür. Hohes Cherbains Satteldach mit zwei Fenstergiebeln mit dreieckigem Giebel. Später unpassender Turm mit Zinnen gegen den linken Giebel. Südwestflügel Bruchstein mit erneuerten rechteckigen Fenstern und mit rundbogiger Wageneinfahrt über monolithischen Blausteinpfosten. Pfalzziegelsatteldach mit Walm links. Niedriger Anbau gegen die Rückfassade mit ziegelgerahmten Öffnungen. Sich im Nordosten erstreckender Flügel mit an seinem nördlichen Ende, zweitem Wohnteil mit stichbogigen Fenstern mit Keilstein. Schindeldeckung über diesem Teil des Flügels. Wagendurchfahrt und zwei Achsen rechteckiger Fenster nach Osten hin, unter Cherbains Dach. Kleine quadratische Öffnungen und neue Heuluken in der Rückfassade. Zahlreiche Anker in S-Form. Giebel im 19. Jahrhundert durchbrochen. Nord- und Westecktürme, rund, blind, in Blaubruchstein erbaut und teilweise mit Sandbruchstein repariert. Dächer mit polygonaler Zwiebel mit darüber Wetterfahnen mit Wappen der Familie de La Saulx, welche wahrscheinlich die Veränderungen tätigte. Schiefer am Nordturm, Schindeln am Turm im Westen. Den Hof schließende Mauer in Sandbruchstein und in Ziegeln, beidseitig des Eingangs zwischen zwei unschönen Türmchen des 19. Jahrhunderts. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Neudorfer Straße 5
Raeren
4730
Belgien