Hof Meurisse

Vorderfassade, Hauptgebäude
Alte Ansicht, Hauptgebäude
Hauptgebäude vor 1945
Tür
Bogen
Fenster 1. Obergeschoß mit Jahreszahl
 
Typologie Gehöft
Jahrhundert 17. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 21.12.1988
Kurzbeschreibung Der Hof Meurisse ist ein befestigter Hof im Viereck, erbaut im 17. Jahrhundert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde das Lehen Meurisse von dem Hauptgebäude Haus Raeren abgetrennt. Dieser "Haus Meurisse", "Haus Moeris" oder auch "Haus Moeres" genannt Hof war im Jahre 1627 Eigentum der Nachfahren des Junkers Eberhard Rhoe und kam dann in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Besitz der Familie Servier, die den Südostflügel des Gebäudes errichten ließ. Anschließend geht der Hof in das Eigentum der Familien von Ogier und Harenne über. Von 1844 bis 1945 gehört er den Familien Haan, Meeren und Tonnar. Der ganze Hof setzt sich aus Gebäuden zusammen, die mit Satteldächern gedeckt und um einen gepflasterten quadratischen Hof angeordnet sind. 1996 fanden Renovierungsarbeiten statt.
Beschreibung Die Außenmauern der Hauptflügel sind mit horizontalen Bändern aus Blaustein und Sandstein gestreift. Südostflügel mit Eingangsportal und einem Teil des Wohnteiles, der hauptsächlich den Nordostflügel belegt. Schuppen und Remisen in Nordwesten, Ställe im Südwesten. Runder Turm im nördlichen Innenwinkel des Hofes. Davor ein Weg links einem Pfuhl entlang (vielleicht Überbleibsel eines Fischteiches oder von Gräben). Eingang durch ein breites, rundbogiges Portal. Bogen durch eine Rolle Steine gedoppelt und auf profilierten Kämpfern und monolithischen Gewanden ruhend. Neue Heuluke in der Etage. Gleicher Rundbogen zum Hof hin, jedoch Pfosten an dieser Seite aus Mauerwerk. Zwei rechteckige und zwei gekuppelte Fenster, wovon eines durch eine Rolle Blau- und Sandbruchsteine entlastet, zur Erhellung zweier Zimmer des Wohnhauses rechts des Eingangs in diesen, Flügel. Zum Hof hin eine rundbogige, früher von Nische überragte Tür. Gekuppelte Öffnung in der Etage. Die Gesamtheit des Nordostflügels belegender, bemerkenswerter Wohntrakt, der stellenweise verändert wurde und sich über zwei Geschosse erstreckt. Früher in der Mitte, breiter rundbogiger Eingang ähnlich dem des Portals, jedoch ein wenig Tiefer, mit darüber einem Quersprossenfenster. Beidseitig, zwei rundbogige Türen mit Pfosten mit zentralem Steinschwanz, die linke, aus der Achse nach rechts hin, um dem runden Turm Platz zu machen, der sich im nördlichen Innenwinkel erhebt. Zwei Kreuzsprossenfenster in der Etage, eine dritte, mit dunklerem Blausteinrahmen und unter Entlastungsbögen im Parterre. Quersprossenfenster rechts, wovon ein Gewände teilweise durch den Südostflügel verdeckt ist. Naht in der Etage rechts des Mittelfensters, auch in der Rückfassade sichtbar, wahrscheinlich Zeuge der Vergrößerung oder des Wiederaufbaus des Flügels nach Norden, was die Präsenz verschiedener Fenster in diesem Teil erklären würde. Kaum von außen sichtbarer, seltsamer runder Eckturm, früher mit Tür mit geradem Sturz. Einige kleine viereckige Fenster unter Entlastungsbögen. Erstaunliches, anfänglich halbkugelförmiges Dach, dann durch kurzen vierseitigen Helm auf oktogonaler Basis verlängert, das ganze zinkverkleidet und darüber Wetterfahne. Nach Osten hin Wohnflügel mit im Osten einem Giebel, früher mit Kreuz Sprossenfenster unter Quersprossenfenster in der Etage und einer Speicheröffnung. Ähnliche Öffnungen auf der Schmalseite nach Südosten überstehend. Einheitlicher Ton für die nur blausteinernen Bruchsteine der Rückfassade. Parterre verändert: durch ein neues Wetterdach versteckte rundbogige Tür und früher Kreuzsprossenfenster links. Etage noch homogener, durch Kreuzsprossen- und gekuppelte Fenster erhellt, mit Quadergewänden links der Naht, monolithischen rechts. Nordwestflügel ohne besonderes Merkmal mit breit offenen Remisen. Ställe unter Heuboden im Südwesten. Heterogene Öffnungen: unter einer quadratischen Heuluke allein in der Etage, zwei rundbogige Türen, eine entlastet durch einen Bruchsteinbogen, die andere nicht, eine Tür mit geradem Sturz auf Kämpfern, zwei rechteckige Fenster und ein neues Fenster. Rückfassade früher blind. Giebel noch mit rechteckigem Fenster in der Etage und mit Blausteinochsenauge im Speichergeschoß. Abgewinkelt, Südostflügel mit Stall unter Heuboden, durch zwei Heuluken erreichbar. Spur einer breiten Tür, deren Rundbogen abwechselnd von Blau- und Sandbruchsteinen gebildet ist. (Quelle: Denkmâlerverzeichnis)
Walheimer Straße 59
Raeren
4730
Belgien