Haus Bergscheid

Hauptgebäude
Alte Ansicht, Hauptgebäude
Alte Ansicht
Turm
Nordflügel
Giebelfassade
Ostflügel
Eingangstüre
Hauptgebäude
 
Typologie Gehöft
Jahrhundert 18. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 08.06.1988
Jahr 1753
Kurzbeschreibung Harmonisches Ensemble eines befestigten Hofes ganz in Blaustein, hauptsächlich aus dem 18. Jahrhundert. Ende des 15. Jahrhunderts gehörte ursprünglich der Vorgängerbau als Lehen zum Haus Raeren und wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts abgetrennt und war in dem Besitz der Familie Schwartzenberg. Im Jahre 1739, nachdem es durch Vererbung in die Hände mehrerer Familien gekommen war, wurde das Gut durch Kauf Eigentum eines Nachkommen der ersten Eigentümer, Winand von Schwartzenberg, der im Jahre 1753 das Haus neu erbauen ließ.
Beschreibung Im Norden durch zwei kurze Flügel flankierter Wohnteil, der zu einem ganz eingefriedeten Garten hin öffnet. Südfassade mit in seiner südwestlichen Ecke einem Turm, gegen den sich das Eingangsportal lehnt. Den Hof im Süden rahmende Wirtschaftsdependenzen. Zwischen zwei Pfeilern Allee mit einer Reihe Kastanienbäumen, die zum Portal hinführt. Unter einem kurzen abgewalmten Satteldach, abgeflachter Bogen mit Wölbsteinen einer auf zwei überstehend. Keilstein mit Wappen der Schwartzenberg, der auf 1783 datiert. Monolithische Gewände, vorspringende Kämpfer, Profile in barocker Manier, die das Mauerwerk auf Höhe des Bogens begrenzen. Angenehm durch seine Proportionen und seine Einfachheit, Wohnteil mit abgewalmtem Cherbains-Satteldach mit Aufschieblingen, darüber zwei Wetterfahnen mit den Initialen W(inand) S(chwartzenberg) I(n) B(ergscheid) und mit der Jahreszahl 1759. Zwei sehr kleine Fenstergiebel in der nördlichen Traufseite. Auf dieser Seite, sichtbare Naht in der Fassade, links. Über drei Stufen, stichbogige Tür mit trapezförmigem Keilstein. Eine ähnliche Öffnung rechts und zwei in der Etage. Über den kleinen Flügeln gegen die äußersten Achsen des Wohntraktes, diese teilweise verdeckend, holzgerahmtes Fenster rechts, und interessanter, links, vermauerte Öffnung mit dicken Gewänden, Zeuge eines ursprünglichen noch mittelalterlichen Baues, wovon ein Teil der Mauern auf dieser Seite erhalten ist. Einen kleinen gepflasterten Hof jenseits des Gartens begrenzende Flügel mit Cherbainssatteldächern mit Aufschieblingen, jede mit einem Kamin an ihrem Ende. Öffnungen mit geradem Sturz oder stichbogig mit Keilstein. Giebel mit drei kleinen quadratischen, noch durch Verschläge geschützten Holzöffnungen. Zum Haupthof hin Südfassade in zwei Teilen: rechts, regelmäßige Grundmauern in Blaubruchstein. Zwei Geschosse und vier Achsen stichbogiger Öffnungen mit Keilstein mit monolithischen Gewänden. Eckquader. Links, unregelmäßiges Mauerwerk. Drei rechteckige Fenster und, älter, ein vermauertes Fenster in der Etage und ein schmaler Entlastungsbogen im Parterre. Im Westgiebel über zwei Öffnungen der zweiten Hälfte des 18.Jh., Spuren einer ursprünglichen Öffnung. In der Südwestecke des Wohnhauses und in gleicher Höhe wie dieses, im Schnitt rechteckiger Turm mit abgewalmtem Cherbains-Satteldach mit Aufschieblingen und zwei Giebelähren. Seltene kleine Rechteckfenster, blaustein- oder holzgerahmt. Im Süden des Hofes veränderte Wirtschaftsdependenzen. Im Osten, niedrige Bruchsteinmauer mit Tür mit geradem Sturz über Pfosten mit zentralem Steinschwanz. Nahe dieser Mauer, in der Wiese, Brunnen, der früher den Besitz versorgte. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Hauptstraße 104-106
Raeren
4730
Belgien