Evangelische Kirche (Kirche St. Johannes) mit Pfarrhaus und Friedhof

St. Johanneskirche
Pfarrhaus Vorderfassade
Gedenkstein an Max Braun
Friedhof Eingang
Gedenkstein Dr. W. Molly
Haupteingang
Fensterrose
Süd-Ostfassade
Empore vor der Nord-Westwand des Schiffes
Gewölbe im Chor
Kanzel
Orgel Gesamtansicht
Grundrissskizze
 
Typologie Sakralbau
Stile Historismus
Jahrhundert 19. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Ensemble
Datum der Unterschutzstellung 30.06.2006
Jahr von 1856
Jahr bis 1857
Kurzbeschreibung Durch den Galmeiabbau im 19. Jh. zogen viele Facharbeiter aus dem Deutschen Reich in das damalige Neutral-Moresnet. Die Zahl der Arbeiter evangelischer Konfession in dem überwiegend katholischen Gebiet wuchs schnell an, so dass im Jahr 1855 erstmals ein evangelischer Seelsorger angestellt werden konnte und erste Gottesdienste in einem Saal abgehalten wurden. 1856 wurde der Bau einer Kirche nach Plänen von Classen genehmigt und 1857 war die Johanneskirche aus massivem Ziegelstein und Zinkdach bezugsfertig.
Beschreibung Im selben Jahr wurde Preußisch-Moresnet zum selbständigen Pfarrbezirk erhoben. 1858 wurde der dicht an der Kirche liegende Friedhof seiner Bestimmung übergeben. 1862 stellte die Pfarrgemeinde einen Antrag auf einen Bau eines Pfarrhauses. Die Pläne des Aachener Bauunternehmers Reisdorff wurden mit Abänderungen des Kgl. Kreisbaumeisters Castenholz in Eupen genehmigt. Das Pfarrhaus war 1865 fertig gestellt und enthielt neben der Wohnung des Pfarrers auch ein Schullokal und eine Lehrerwohnung. Die Johanneskirche und das Pfarrhaus sind typische Ziegelsteinbauten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Architektur und Mobiliar der sehr schlichten neugotischen Kirche bilden eine Einheit. Wenn das Pfarrhaus auch im Laufe der Zeit architektonische Veränderungen erlebt hat, fügt es sich doch sehr harmonisch an Kirche und Friedhof an. Der Friedhof mit Grabstätten der ersten Protestanten und teils Stifter der Bauten in Neu-Moresnet ist nicht nur aus historischer Sicht ein wertvolles Zeugnis sondern bildet mit seinen alten, hohen Bäumen einen idyllischen Ort mitten in Kelmis.
Hasardstraße
Neu-Moresnet/Kelmis
4721
Belgien