Hof Mützhof

Gesamtanlage
Herrenhaus
Herrenhaus, Rückfassade
Westfassade, Herrenhaus
Anbau, Herrenhaus
Tür, Herrenhaus
Fenster, Herrenhaus
Torgebäude
Ostfassade, Hauptgebäude
Herrenhaus, Vorderfassade
Tor mit Wappenstein
 
Typologie Gehöft
Jahrhundert 19. Jahrhundert
Schutzstatus geschütztes Denkmal
Datum der Unterschutzstellung 06.12.1984
Jahr 1804
Kurzbeschreibung Haus Mützhof ist ein von Schloss Thor durch die Straße getrenntes großes Landhaus aus dem 17. Jahrhundert. Es wurde im 19. Jahrhundert durch die Wirtschaftsgebäude vergrößert. Der Mützhof hat seinen Ursprung als kleiner Bauernhof im Besitz des Geschlechtes derer von Astenet. Im 15. Jahrhundert geht er an die Familie Weims, genannt Wambach. Das Landhaus, welches im 15. Jahrhundert nur ein einfacher Bauernhof war, wurde 1435 von Ulrich von Kettenis gekauft und an seine Großnichte Catherine van Eys vererbt. Diese war die Gattin von Guillaume van der Sand, Herr von Mützhagen. So wird der Hof zuerst Mützhagener Hof genannt und erhält schließlich durch das Zusammenziehen des Namens die Bezeichnung Mützhof.
Beschreibung Zu Beginn des 17. Jahrhunderts ist der Besitz in Händen der Gundula Lamberti, die, im Jahre 1644, Gerard Quoidbach heiratet, der diese Gebäude wieder aufbaut und sich dabei ruiniert. Den Heyendal zu Beginn des 18. Jahrhunderts, dann den Birven. 1804 veränderte Nikolaus Birven das Gebäude und gab ihm sein heutiges Aussehen. 1872 brannten die Wirtschaftsgebäude nieder und wurden sofort wieder aufgebaut. In Händen der Hartung bis 1917, dann der Baumann-Ronberg und der Pesch. Eingang zu dem gepflasterten Hof durch ein rundbogiges Portal mit ein auf zwei überstehendem Wölbstein im heute mit kleiner Wohnung und Remise belegtem Westflügel mit kleinen Rechtecköffnungen mit Gewanden mit zentralem Steinschwanz und anderen, neu gemachten Öffnungen. Rechts, mit zwei Geschossen und sieben Achsen, imposantes Wohnhaus symmetrisch um Mittelachse hinter einer hohen Terrasse mit Marquise in der Mittelachse. Durch zwei Reihen Eckquader in Zahnschnittfolge begrenzte, zementierte und gestrichene Fassade mit stichbogigen Öffnungen mit trapezförmigem Keilstein und rundbogiger Öffnung in der Mitte über dem Eingang. Im Sockel Spur einer Naht, die Ecke des Gebäudes im 17. Jahrhundert, dessen Aussehen man besser erahnt, wenn man den Giebel betrachtet. Es muß ein Wehrturm in der üblichen Art mit beinahe quadratischem Grundriß gewesen sein, ganz in Bruchstein erbaut, mit Rechtecköffnungen. Auf dieser Seite vier Etagen und stichbogige Tür mit Keilstein. Die Rückfassade wie die Vorderfassade. Hier kleiner überdachter Torbogen vor dem Eingang und dreieckiger Giebel mit Ochsenauge über der Mittelachse. Anbau mit Terrasse in italienischer Art gegen den rechten Giebel. Hohes abgewalmtes Ziegelsatteldach über Gesims mit Klötzen. Zwei Kamine mit Eckquadern in Zahnschnittfolge. Zwischen dem Wohnhaus und dem Wirtschaftstrakt im Osten kleines Tor mit Gitter mit ausgekragtem Sturz unter Halbkreis aus Blaustein. In der Verlängerung dieser Tür, zwei niedrige Gebäude neben dem linken Giebel des Wohnhauses verbindende, hervorragende zweite Tür, als Buckel in Mauerverband und mit Keilsteinen, von - 1665 unter dem Wappen der Familie Quoidbach datiert. Kleiner, pyramidaler, den Keilstein nach unten hin verlängernder Anhang. Wirtschaftsgebäude annehmbar verändert; Ostflügel in Sandbruchstein mit Stallungen unter Heuboden mit verschiedenartigen Öffnungen. Südflügel, in dessen Mitte sich eine Wagendurchfahrt mit stichbogigem Bogen befindet, Bruchstein. Stalltüren und Öffnungen mit geradem Sturz. Kleine vorspringende Kapelle links der Wagendurchfahrt. Ziegelsatteldach. (Quelle: Denkmälerverzeichnis)
Hochstraße 22
Astenet/Lontzen
4731
Belgien