Ein Nationalgetränk „mit Seele“

Der erste „Bericht Bierkultur“ zeigt: Bier ist mehr als ein Produkt

Kein Land der Welt ist so berühmt für seine ausgeprägte und vielseitige Bierkultur wie Belgien. Zu dem Ergebnis kommt auch der aktuelle „Bericht Bierkultur“. Das druckfrische Werk wurde bei der „Horeca Expo“ in Gent der Öffentlichkeit vorgestellt.

315 Brauereien und 232 Bierbetriebe, die zusammen mehr als 1850 verschiedene belgische Biersorten brauen. Diese Zahlen sprechen für sich!

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Nicht umsonst wurde das Element der Bierkultur 2013 in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschsprachigen Gemeinschaft aufgenommen. Am 30. November 2016 folgte der Eintrag in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit bei der UNESCO.

Und tatsächlich: Die Bierkultur in Belgien baut auf die Vielfalt der Braukunst auf und ist besonders eng verwoben mit den Traditionen, Bräuchen und Gewohnheiten im Land. Eine Erfolgsstory. Denn belgisches Bier und seine Geschichte stehen weltweit für Qualität.

Jetzt auch schwarz auf weiß

Mit dem frisch gedruckten „Bericht Bierkultur“ liegt nun auch eine aktuelle Bestandsaufnahme der belgischen Bierkultur aus den Jahren 2018 bis 2019 vor. Im Vorwort heißt es: „Bier und die Bierkultur sind im gesellschaftlichen Leben Belgiens fest verankert. Es wird nicht nur täglich an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Gelegenheiten getrunken, sondern ist auch ein wichtiges Bindeglied, das die belgische Identität und unser kulturelles Leben stets beeinflusst hat.“

Auftraggeber für dieses Projekt ist das Observatorium der belgischen Bierkultur, Herausgeber das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Bei der Internationalen Fachmesse über Ausrüstungsgeräte für Hotels, Restaurants, Bars und Gemeinschaftslokale „Horeca Expo“ in Gent wurde der 51 Seiten umfassende Bericht nun am 19. November 2019 der Öffentlichkeit präsentiert.

Dynamisch und lebendig

„Dieser Bericht ist eine wahre Premiere! Er soll ganz allgemein zeigen, dass es sich bei der belgischen Bierkultur um ein sehr dynamisches und lebendiges Element des immateriellen Kulturerbes handelt“, so Melanie Wirtz vom Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Lebendig ist auch die Aufmachung des Berichts.

Vier belgische Journalisten wurden damit beauftragt, sich näher mit der belgischen Bierkultur zu befassen. Herausgekommen ist ein dreisprachiges Werk, das verschiedene Kurzartikel zu den folgenden vier Hauptthemen enthält:

  1. Bier und der Biersektor: u. a. Bier und Gastronomie, Nachhaltigkeit, aktuelle Zahlen
  2. Fachwissen: u. a. internationale Bierwettbewerbe, Bierkonferenzen, Fachtagungen, Weitergabe und Erhaltung dieses Fachwissens
  3. Diversität: u. a. verschiedene Geschmäcker und Zutaten, alkoholfreie Biere
  4. Soziale Rolle des Biers: u. a. Bier als „Nationalgetränk“, Bier bei Festen und Events, Abteibiere, Tradition des Biers in Belgien, auf Bier spezialisierte Kneipen und Bars

Der Bericht steht als Download hier zur Verfügung. In gedruckter Form ist er beim Observatorium der belgischen Bierkultur und beim Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft erhältlich.

Mehr zum immateriellen Kulturerbe erfahren Sie im weiterführenden Link.