Ostern

Ostern
Karte Ortsnamen
 
Erläuterung

Im nördlichen Teil des Untersuchungsgebiets, also dem Norden der DG, der Gemeinde Plombières und Baelen, sehen wir ein einheitliches Posche-Gebiet. Dieser Begriff leitet sich vom griech.-lat. pascha ab (RhWb Bd. 6, S. 535, vgl. frz. pâques) und deutet auf die Wurzeln des christlichen Osternfestes im jüdischen Pascha- (oder Pessach-) Fest hin. Unser Posche-Gebiet gehört zu einem auf deutschsprachigem Boden recht kleinen Gebiet, dass sich nur linksrheinisch und nördlich der Benrather Linie erstreckt (an das niederländische Pasen anschließend), wie man z. B. gut in Mitzkas DWA erkennen kann. Bereits im RhWb wird von einem starken Eindringen von Ostern-Formen in dieses Verbreitungsgebiet ausgegangen. Unsere Karte beweist allerdings, dass sich diese Bezeichnung bis heute ohne größere Konkurrenz im Norden der DG und dem angrenzenden französischsprachigen Raum erhalten konnte.

Südlich des Venns erstreckt sich ein Gebiet mit verschiedenen lautlichen Ostern-Varianten, nämlich Ostere/Owstere (in den Gemeinden Bütgenbach und einem Teil der Gemeinde Büllingen sowie vereinzelt in den anderen Eifelgemeinden), und Ustere/U?stere (überall im übrigen Eifelgebiet). Im DWB ist nachzulesen, „dasz das zu grunde liegende altgerman. austrô von aust (s. DWB ost) abgeleitet [...] ist [...], so dasz der begriff der morgenröte, des aufsteigenden tageslichtes zunächst auf die zeit des wiedererwachens der natur, des frühlings, sodann auf das in dieser zeit stattfindende christliche auferstehungsfest (auch aufs paschafest) [...] übertragen worden ist“ (Bd. 13, Sp. 1372).

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