Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Grabmal Walhorn 05

Vorderansicht
Lageplan
 
Friedhof Walhorn
Inventar Nr. 005
Jahrhundert 20. Jahrhundert
Jahr 1920er/30er Jahre
Kurzbeschreibung Familiengrab Keutgen – Welter
Mehrteiliges Grabmal aus Blaustein in Art der Tabernakelnische der 1920er / 30er Jahre. Zugehöriges Beisetzungsjahr 1929 oder 1931.
Beschreibung Auf einem dreiteiligen, vor- und zurückspringenden Sockel steht in der Mittelachse die hohe Plinthe auf deren Front eine Inschrifttafel befestigt ist. Darüber erhebt sich tabernakelartig ein Aufsatz mit einer flachen Nische für die Inschrifttafel aus schwarzem Granit. Den Nischenwangen ist je eine Halbsäule vorgesetzt mit Würfelkapitell. Sie tragen eine rundbogige Verdachung, in deren Mitte das Kreuz steht. Es handelt sich um ein lateinisches Kreuz mit Sektorenstützen in den Ecken und kleeblattartige Balkenenden. Ein kleiner Korpus aus Metall bestimmt die Kreuzmitte. Auf der Front der Verdachung zeigt sich in einem Rahmenband, auf gestocktem Hintergrund, ein halbplastisch gearbeiteter Palmzweig. Zwischen den Basen der Halbsäulen sitzt pultartig eine schräge Platte, auf der ein halbplastisch gearbeiteter Lorbeerkranz liegt. Seitlich der Plinthe fügt sich je eine Inschriftplatte mit Inschrifttafel aus schwarzem Granit an. In den Ecken zwischen Nische und Inschriftplatten ist buchstützenartig je eine geschweifte Platte eingefügt. Verschiedene Werksteine wurden mit einer Aufschlagscharrur ausgestattet.

Typisches Grabmal mit tabernakelartiger Nische aus der Zeit zwischen den Kriegen. Formen, die der Romanik entlehnt sind und optisch wirksame Oberflächenstrukturen sprechen für diese Zeit. Das Objekt wurde aus seriell erstellten Einzelteilen individuell und ausgewogen zusammengesetzt. Es dokumentiert das Formgefühl und den Gestaltungswillen der Menschen seinerzeit.
Typologie Grabmal
Lontzen
Belgien