Auf den Spuren unserer Kultur und Geschichte

  • Kirchen, Burgen, Gräber, Wälle und Friedhöfe.

  • Bäume, Weiher, Plätze, Gärten und Täler.

  • Dialekte, Gemälde, Fotos, Karten, Schriftstücke und Bücher.

Sie alle und noch vieles mehr machen das kulturelle Erbe unserer ostbelgischen Heimat aus. Damit Sie diese Schätze entdecken können, schnürt das Ministerium immer wieder Themenpakete und -routen. Suchen Sie sich einfach ein Thema aus und begeben Sie sich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit.

Grabmal Schönberg 14-22

Vorderansicht
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Lageplan
 
Friedhof Schönberg
Inventar Nr. 014-022
Jahrhundert 19. Jahrhundert
Kurzbeschreibung Alte Grabkreuze aus Blaustein der 1. und 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Hecke neben und oberhalb des Friedhofkreuzes.
Beschreibung Es handelt sich dabei um Grabkreuze ähnlicher Machart und Ausprägung mit nur kleinen Unterschieden. Es sind zwei Typen festzustellen:

Das ältere Kreuz zeigt die lateinische Form, der Stammkopf ist gelappt, winklig oder geschweift. Hier die Inschrift oder ein Teil der Inschrift mit Spitznut eingeschlagen. Ein umlaufender Randschlag fasst die Kreuzbalken ein, die Kreuzarme zeigen glatte Enden. In den Kreuzecken sind zum Teil Winkelstützen eingearbeitet. Entweder ein Kreuz mit flachplastischem Korpus oder eine Kartusche bestimmt die Kreuzmitte. In ihrem Zentrum befindet sich das Christusmonogramm IHS. Auf den Kreuzarmen und auf der Front des Schaftes können weitere Inschriften eingeschlagen sein. Unterhalb des Kreuzes oder der Kartusche sitzt meist der Totenschädel, oft mit gekreuzten Gebeinen. Mit einer schlichten oder geschweiften Stammverbreiterung enden die Kreuze, der untere Abschnitt ist oft verloren oder von Erdreich bedeckt.
Das jüngere Kreuz ist schlichter. Es zeigt die lateinische Form. Kreuzstamm und Kreuzarme sind von einem Kerbstrichrand eingefasst. Die Mitte bestimmt ein halbplastisch gearbeiteter Korpus. Das Kreuz steht auf dem First eines Unterbaus mit satteldachartigem Abschluss. Er ist ebenfalls von einem Kerbstrichrand gerahmt. Auf seiner Front sitzt die Inschrift, es wurden unterschiedlichen Schriftarten genutzt, die mit Spitznut eingearbeitet wurden. Es folgen einfache, linienartige, ornamentale Verzierungen, die oft aber aufgrund des fehlenden Unterbaus im Erdreich verschwinden.

Die beschriebenen Grabkreuze vom Anfang und vom Ende des 19. Jahrhunderts dokumentieren die Grabmalkultur von nahezu hundert Jahren. Alle Grabsteine sind handwerklich erstellt, zeigen ausführungstechnische und formale Abweichungen und sind trotz ihrer Einheitlichkeit Unikate.
Typologie Grabkreuz
St. Vith
Belgien